Kent Nagano wechselt von München nach Hamburg

+
Wechselt nach Hamburg: Kent Nagano .

München/Hamburg - Wochenlang wurde verhandelt, nun steht es fest: Kent Nagano wechselt von München nach Hamburg. Er wird 2015 Generalmusikdirektor der Hamburger Staatsoper.

Der weltbekannte Dirigent Kent Nagano wird neuer Generalmusikdirektor der Hamburger Staatsoper. Das teilte Kultursenatorin Barbara Kisseler am Dienstag in Hamburg mit. Der US-Amerikaner mit japanischen Wurzeln wird damit Nachfolger von Simone Young, die die Staatsoper 2015 verlässt. Nagano ist derzeit noch Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper in München. Von 2000 bis 2006 war er Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Intendant der Hamburger Staatsoper soll der Schweizer George Delnon werden, seit 2006 Direktor des Theaters Basel.

Nagano gehört zu den vielseitigsten Dirigenten unserer Zeit und hat bereits an den großen Häusern der Welt am Pult gestanden - darunter die Opéra de Paris und die Metropolitan Opera in New York. Sein Nachfolger in München steht bereits fest: Es wird der Russe Kirill Petrenko.

Oft bewegte sich Nagano abseits des klassischen Mainstreams. Bereits in den 80er Jahren hatte er zum Beispiel mit dem London Symphony Orchestra Werke des Rockmusikers Frank Zappa eingespielt.

Geboren 1951 im US-Bundesstaat Kalifornien, unterrichtete ihn seine Mutter zunächst in Bratsche, Klarinette und an der lautenähnlichen japanischen Koto. Anschließend studierte Nagano Soziologie und Musik in Oxford, an der kalifornischen Universität in Santa Cruz und in San Francisco. Erst mit 21 Jahren beschloss Nagano, sich ganz der Musik zu widmen und studierte Komposition und Orchesterleitung bei Osbourne McConathy.

dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare