Keine größeren Störungen in erster Bücherei-Woche

HAMM – Vor einer Woche ist die neue Zentralbibliothek eröffnet worden. WA-Redakteur Gisbert Sander hat Büchereichef Dr. Volker Pirsich befragt, wie der Betrieb nach einer Woche läuft.

Hat sich der Betrieb eingespielt, das Team eingearbeitet?

Pirsich: Es ist ein Prozess. Vor einer Woche wussten wir: Das Haus ist vom Baulichen her fertig, aber es ist natürlich nicht „feingetunt“, wenn ich das mal auf Neudeutsch sagen darf. Die Technik hat ihre Kinderkrankheiten noch nicht abgelegt, das war aber auch nicht zu erwarten. Wir werden sicherlich noch einige Wochen brauchen, um einen ganz runden Betrieb ermöglichen zu können. Aber immerhin: Wir sind durch die ersten Tage ohne große Störungen gekommen.

Wie ist die Resonanz bei den Bürgern, wie sieht es mit Neuanmeldungen aus?

Pirsich: Es gibt überdurchschnittlich viele Neuanmeldungen – von Freitag bis Donnerstag über 300 allein in der Zentrale. Das sind etwa zehn Prozent eines normalen Jahres.

15 000 Besucher sollen allein am Eröffnungswochenende gekommen sein, wurde weitergezählt?

Pirsich: In der Woche von Freitagmittag bis Donnerstagabend hatten wir 20 000 Medien-Rückgaben und 18 000 Ausleihen. Also sind zurzeit nicht mehr 66 000 Medien unterwegs, sondern nur noch 64 000 – aber das ist immer noch eine ganze Menge.

Gab es neben Lob auch Kritik von Besuchern?

Pirsich: Kritik gibt es immer. Die ist zum Teil sehr kleinteilig, einigen Menschen gefällt die Sichtbetondecke nicht, und eine ganze Reihe von Menschen muss sich erst an die neue Technik gewöhnen. Aber klar ist: Der Betrieb in diesem Haus wird so viel stärker sein als im alten, dass an der neuen Technik einfach kein Weg vorbei führt.

Wie finden die Mitarbeiter ihren neuen Arbeitsplatz?

Pirsich: Auch für die Kolleginnen und Kollegen ist ganz, ganz vieles neu, es müssen noch Details abgestimmt werden, wer welche Verantwortlichkeiten hat. Erst, wenn wir damit durch sind, werden alle sagen können, dass sie zufrieden sind.

Ganz aktuell ist eine Videokonferenz mit der sibirischen Stadt Tomsk geplant – was hat es damit auf sich?

Pirsich: Die Bibliothek in Tomsk – vermutlich eine wissenschaftliche – hat an dem System, mit dem wir arbeiten – Förderanlage plus Selbstverbucher plus Publikumsräume, Farbgebung – großes Interesse, und wir werden miteinander über die Erfahrungen, die wir gemacht haben, diskutieren.

Quelle: wa.de

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