Hörtest: Vijay Iyer with Prasanna & Nitin Mitta: Tirtha

Von Ralf Stiftel ▪ Vijay Iyer with Prasanna & Nitin Mitta: Tirtha (Act/Edel). Kann das überhaupt funktionieren? Ein westlich orientierter Jazzpianist findet sich zum Trio mit einem indischen Tablaspieler und einem E-Gitarristen zusammen.

Und wie das geht! Vorausgesetzt, man hat solche Ausnahmemusiker wie indischstämmige, in New York lebende Vijay Iyer, der einen Echo gewann und für einen Grammy nominiert war, und der in sich ohnehin schon zwei Musikwelten vereint. Prasanna beherrscht die Feinheiten des Rock-Spiels, lässt die E-Gitarre aber zuweilen klingen wie eine Sitar, indem er die Seiten zieht und so Töne beugt und ineinander gleiten lässt. Manchmal, wie bei „Tribal Wisdom“ gehen die komplexen indischen Rhythmen, die synchron gesungen und getrommelt sind, in einen geradlinigen Rockgroove über. Dann wieder nähern sich die Musiker westlichen Formen wie in der Ballade „Abundance“. Das Zusammenspiel, der improvisatorische Einfallsreichtum, die manchmal meditative Intensität machen die neun Eigenkompositionen des Albums jedenfalls zum Genuss.

Quelle: wa.de

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