Hörtest: „Inside“ vom Malcolm Braff Trio

Von Ralf Stiftel ▪ Malcolm Braff Trio: Inside (Enja).– Beim Prince-Titel „Sexy M.F.“ knackt am Anfang Reggie Washingtons Bass, dass die Transistoren glühen. Dann tastet sich Malcolm Braff in das Thema.

Und dann geht er ab. Feiner Funk-Soul-Jazz. Das ist Programm beim Album „Inside“ des Malcolm Braff Trios. Allerdings schließt dieses Konzept Abstecher in die eine oder andere Richtung nicht aus: Bei „Crimson Waves“, dem Eröffnungstrack, bedient sich Braff bei Grooves aus Afrika, und die Sängerin Aurélie Emery öffnet die Musik zum Ethnojazz. Das eher percussive Konzept am Piano verfolgt Braff auch in „Mantra“, wo er mit einem präparierten Instrument arbeitet. Bei „Empathy For The Devil“ weist nur der Titel auf den Hit der Rolling Stones, Braff hingegen lässt die linke Hand dunkle Bluesakkorde schlagen und besinnt sich ganz auf die Tradition. Bei „Dance Of The Planets“ wiederum klingt er fast wie Chick Corea in seiner spanischen Periode. Nimmt man noch eine romantische Solo-Exkursion wie „Tied to Tide“ hinzu, ergibt sich ein hinreichend spannungs-, vor allem aber kraftvolles Album.

Quelle: wa.de

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