Hörtest: Gwilym Simcock – Good Days at Schloss Elmau

Von Ralf Stiftel ▪ Gwilym Simcock: Good Days At Schloss Elmau (Act/Edel). Kollegen wie Chick Corea und Jamie Cullum loben den britischen Pianisten Gwilym Simcock, der gerade 30 Jahre alt wurde, was das Zeug hält.

Nun legt der Musiker eine Solo-Platte vor, was zur Zeit bei Pianisten grassiert. „Good Days at Schloss Elmau“ fesselt vom ersten Ton an. Er schüttelt ja die Finessen aus dem Ärmel, wechselt mit Leichtigkeit die Stimmungen von volltönenden, weit gespannten Melodiebögen zu kantig rhythmisierten Phrasen in „Northern Smiles“. Wie leicht lässt er die sperrigen Wendungen von „These Are The Good Days“ daherkommen, man meint, mitsingen zu können. Wie lädt er die über mehr als zwölf Minuten ausgebreitete Ballade „Can We Still Be Friends?“ mit Spannung auf. Simcock tritt hier als Musiker auf, der alles Beiwerk, allen Zierrat von Band-Arrangements ablegt, und sich ganz auf das konzentriert, was er zu sagen hat. Und das ist eine Menge.

Quelle: wa.de

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