Hilary Hahn spielt Higdon und Tschaikowsky

Von Elisabeth Elling ▪ Hilary Hahn: Higdon and Tschaikowsky (Deutsche Grammophon). Ihre Abneigung gegen Virtuosengeschwurbel und Wohlfühlsäuseln ist nicht zu überhören. Hilary Hahn musiziert klar, streng und zupackend. Die Amerikanerin hat ein zeitgenössisches Werk (ein ihr gewidmetes Konzert von Jennifer Higon) und einen Dauerbrenner (Tschaikowskis Violinkonzert) eingespielt. Beides durchwirkt sie mit einer Intensität, die technische Komplikationen in Selbstverständlichkeiten auflöst.

Den Tschaikowski betankt sie mit steter Energie, vermeidet trotzdem kolossale Behauptungen. Higdons Konzert bietet mit eigentümlichen Rhythmen und ungewöhnlichen Instrumentierungen auch dem enorm beweglichen Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter Vasily Petrenko eine Bühne. Hahns Stimmenreichtum, vom ruppichen Strich bis zum ätherischen Flageolett, verblüfft. Dieses Staunen wird sich die 31-Jährige durchaus gefallen lassen. Am Wunderkind-Klischee hat sie sich dagegen lange abgearbeitet.

Quelle: wa.de

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