Chinaza ist auf ihrem Album „Home“ ganz bei sich

Von Ralf Stiftel ▪ Chinaza: Home (Nagel Heyer/Rough Trade). Die Stimme der in Göttingen geborenen Tochter nigerianischer Bürgerkriegsflüchtlinge haben Sie schon gehört, auf Platten von Helmut Hattler oder Joy Denalane vielleicht.

Aber hier ist die 35-Jährige ganz bei sich und singt in „Our Dream“ davon, dass endlich alle Menschen als gleich angesehen werden und man sie nicht nach ihrer Hautfarbe beurteilt. Dabei aber liefert sie ein suggestiv groovendes Stück Musik ab. Diese musikalische Heimatsuche unterscheidet sich von den all den Aufnahmen mit mehr oder weniger guten Sängerinnen. Chinaza mischt Jazz, Pop und afrikanische Rhythmen, sie schreibt mit dem Pianisten ihrer Band, Sebastian Weiss, griffige Songs, aber sie interpretiert auch überzeugend fremdes Material. „Four Women“ von der großen Nina Simone zum Beispiel, noch ein Lied über Hautfarbe und politische Rechte. Aber sie weiß auch mit populärem Material der 1980er Jahre umzugehen, Nik Kershaws „Wouldn't It Be Good“ wird bei ihr zur Ballade wie auch „Life's What You Make It“ von Talk Talk.

Aus der Reihe fällt der deutschsprachige Song „Wohin“, der eher an Popbands zwischen Silbermond, Juli und 2Raumwohnung erinnert. Aber auch das bekommt sie gut hin.

Quelle: wa.de

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