CD-Tipp: Kraftklub: Mit K

Kraftklub: Mit K (Universal). Bereits im Frühjahr 2011 überzeugte Kraftklub live auf Touren unter anderem mit Fettes Brot und Casper. Ein Auftritt bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest machte Furore.

Von Frank Zöllner

Umso erstaunlicher ist, dass das elf Lieder umfassende Debütalbum erst jetzt erscheint. Ihre Single „Ich will nicht nach Berlin“ hat längst enorme Radiopräsenz. Der Stil der Sachsen ist punkig-treibend und schnoddrig – Anleihen an schwedische Bands wie The Hives sind nicht von der Hand zu weisen – und Zitate verweisen auf The Ramones. Kraftklub singen zwar in ihrer aktuellen Single „Eure Mädchen“, dass „der große Hype ist vorbei“ sei, und meinen damit Diskursrocker wie Tocotronic und Die Sterne. Denn Fans dieser Bands tanzen nun zu Kraftklub. „Mit K“ hat das Zeug dazu, die Newcomer schnell in die Liga mit Seeed, Beatsteaks und auch Fettes Brot zu katapultieren, zumal ihre Live-Qualitäten das Publikum ebenfalls begeistern dürften. Weiteres Feindbild in ihrem stampfender Liedern ist die „Scheißindiedisco“, und sie beklagen sich darüber, dass ihre Eltern und weitere Generationen von Rock'n'Rollern bereits alles erlebt hätten. Mit der Coverversion von Becks „Loser“, dass sie in „Karl Marx Stadt“ verarbeiten, gehen sie bitter-ironisch mit ihrer Heimatstadt zwischen Rentnern und Nazis in einer Art Hassliebe ins Gericht. Live zu sehen am 4. Februar in Osnabrück und am 21. April in der Kölner Live Music Hall.

Quelle: wa.de

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