Caroline Henderson: „Keeper Of The Flame“

Ralf Stiftel ▪ Caroline Henderson: Keeper Of The Flame (Sony Music). Caroline Henderson, geboren 1962 in Stockholm, lebt in Dänemark und macht vorzügliche Platten zwischen Pop und Jazz, die man nicht verpassen sollte.

„Keeper Of The Flame“ ist ihr neuntes Album, und es ist ein Meisterwerk, auf dem sie sich große Titel der Popgeschichte zu eigen macht. Man höre nur „Nature Boy“, den Nat King Cole zum Standard machte. Hier beginnt es mit einem orientalischen Intro wie aus der Istanbuler Zentraldisko. Dann singt sie, dass Dusty Springfield und Dionne Warwick neidisch werden könnten. Sie hat den Blues in „It Hurts Me Too“ und veredelt Bob Dylans „Ring Them Bells“ zur Gospel-Hymne mit dem Copenhagen Royal Chapel Choir. Aus Tom Waits' Song „Yesterday Is Here“ macht sie einen swingenden, von der Orgel geprägten Psychedelic-Swing à la Doors. Der Titelsong ist ein Jazzklassiker, bekannt u.a. durch Nina Simone, aber hier wie im abschließenden Song „For All We Know“ berauschen neben Hendersons großartiger Stimme die ganz fein, samtweich schmeichelnden Bläserarrangements von Butch Lacy.

Das Album beginnt mit Ellingtons „Caravan“, noch so einem Titel, den man nach 1001 Fassungen für ausgedeutet hält. Aber keine Sorge, Caroline Henderson findet sogar hierfür frische Klänge.

Quelle: wa.de

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