DJ Bobo: Tourauftakt in Oberhausen

DJ Bobo in Oberhausen ▪

OBERHAUSEN - Die Bühne bleibt verhüllt. Das erste Lied stimmt er inmitten des Publikums in der Oberhausener Arena an. Passend zum Refrain des Elvis-Presley-Klassikers „Viva Las Vegas“ fällt dann der Vorhang – die glitzernde und pompöse Show des DJ Bobo kann beginnen.

Von Marcel Guboff

DJ Bobo feiert mit „Dancing Las Vegas“ sein 20-jähriges Bühnenjubiläum. Und das hat es in sich. Zum Beispiel eine gewaltige Kulisse: Die vierstöckige Bühne besteht aus bunten Lichtern, Showtreppen sowie einem gigantischer Engel links, einem Teufel rechts. Das Konstrukt ist 27 Meter breit, 12 Meter hoch und 16 Meter tief.

Unterstützung erhält der Eurodance-Star durch 22 Tänzer und Musiker. Mit ihnen bringt er den Flair der Stadt, in der nie die Lichter ausgehen, in den Ruhrpott. Bei „Let The Good Times Roll“ kommt der Schweizer im weißen Anzug samt Schlagzeuger aus einem überdimensionalen Cadillac hervor.

Die Übergänge sind fließend, es entstehen kaum Pausen. Nach vier Songs aus seinem neuen Album wendet sich der 44-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Peter René Baumann heißt, zum ersten Mal ans Publikum. „Ich bin in die tiefste Abgründe meiner Jugend gegangen und habe VHS-Kassetten gefunden“, erzählt er und zeigt kleine Filmchen – von seinem ersten Auto, einem Bobby-Car, bis zu seiner Zeit als Tänzer und Discjockey. Dann lief 1992 seine Musikkarriere an – mit dem Lied, das das Publikum von den Sitzen holt: „Somebody Dance With me“. In Jahresschritten geht es weiter mit „Take Control“ (1993) und „Let The Dream Come True“ (1994). Bei „What A Feeling“ kommt ein 12 Meter hoher Wasserfall zum Vorschein, und während DJ Bobo die Ballade „Love Never Dies“ singt, steht ganz oben plötzlich eine Eisbahn, auf der zwei Holiday-On-Ice-Tänzer ihr Können demonstrieren. Vorher fällt ein weiterer Vorhang, die vierte Etage der Bühne wird enthüllt: eine riesige leuchtende Showtreppe. Dass auch Lichtspektakel und Pyroeffekte zum Einsatz kommen, versteht sich bei einem DJ-Bobo-Konzert fast von selbst.

Zu Eurodance-Klassikern gesellen sich neue Lieder mit Pop- und Rockelementen – zum Beispiel Gitarrensounds bei „Viva Las Vegas“ oder „You Drive Me Crazy“. Mit den A-Capella-Sängern von „Sonic Suite“, die auch als Vorband aufgetreten sind, trägt der Schweizer die Soul-Nummer „Love Is The Price“ vor. Neben der breiten musikalischen Palette, die der Musiker in seiner Jubiläumsshow bedient, versteht er es auch, sein Publikum zu animieren – sei es mit La Ola in Zeitlupe oder kurzen Tanzeinlagen. Wenn DJ Bobo auf der Bühne steht, ist ein kleines Spektakel programmiert. Oder, um es mit dem Motto der Tour auszudrücken: „Dancing Las Vegas“.

26.5. Dortmund; 20.10. Köln

Quelle: wa.de

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