„Abba Hautnah“ entfacht Revival-Party

HAMM – Diesmal war es eine gelungene Wiedererweckung der alten „Abba“-Zeiten: „Abba Hautnah“ wirkte am Mittwochabend in der Maximilianhalle vor rund 350 Zuschauern deutlich professioneller als die Produktion einer anderen Coverband in den Zentralhallen, die vor vier Wochen wahre Entrüstungsstürme entfacht hatte. Von Katharina Bellgardt

Auch die Ausstattung war gelungen: Die Damen trugen silberne Plateaustiefel und die Gruppe wechselte viermal ihre Kostüme. Die Kleidung passte zum Stil der vergangenen Zeiten: goldfarbene, enge Anzüge, kurze Röcke mit Schlitzen und einem Dreispitz. Immer wieder betonte die Band, dass „Hautnah“-Sängerin Karin Hylander wie „Abba“ selbst aus Schweden stammt, dann und wann sprach sie darum auch „lite svenska“ mit dem Publikum.

Eingebettet wurde diese Show in eine kurze Spielhandlung: Stieg Anderson, der Manager von „Abba“, schlug einem Mann die Bitte ab, die Band für die Geburtstagsfeier seiner Frau zu buchen. Dennoch traten sie wieder auf: mit den 35 größten Hits und in Form der Coverband „Abba Hautnah“.

Der Manager, dargestellt von Matthew Cutts, führte durch den Abend. Er lockerte die fünf Liedblöcke immer wieder durch Anekdoten aus der Bandgeschichte auf und ging dabei chronologisch vor.

Die Teilnahme am „Grand Prix d‘Eurovision“ markierte den Anfang der Weltkarriere, später folgten Schlag auf Schlag Superhits wie „Waterloo“ und „Dancing Queen“. Das Privatleben von Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid trat immer mehr in den Vordergrund, daran zerbrach letztendlich die Band.

Eine Diskokugel warf Lichtreflexe ins Publikum, sechs Musiker standen auf der Bühne, darunter Benny und Björn. Dann endlich traten die beiden Sängerinnen auf und begannen mit „Tiger“ ihre Interpretation der „Abba“-Hits. Die Band spielte in den folgenden zwei Stunden ein buntes Programm nicht nur mit Pop-Klassikers, sondern auch einigen unbekannteren Songs.

Das Publikum tanzte freudig den „schwedischen Fingertanz“ und die Band war musikalisch überzeugend, besonders durch den abwechslungsreichen Einsatz von Instrumenten, darunter Akkordeon und Saxophon. Die Sänger forderten das Publikum immer wieder zum Mitsingen und Mittanzen auf. Bei „Does your mother know“ und „Dancing Queen“ tanzte dann der ganze Saal.

Quelle: wa.de

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