Polizei und Ordnungsamt kontrollieren

Zweite Nacht mit Ausgangssperre: „Gespenstische Ruhe“ im MK - aber auch Partys und nächtliche Bringdienste

Ausgangssperre in Meinerzhagen
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Wie hier in Meinerzhagen herrschte in der zweiten Nacht mit Ausgangssperre fast überall im Märkischen Kreis gespenstische Ruhe.

„Gespenstische Ruhe“ herrschte auch in der zweiten Nacht mit Ausgangssperre in weiten Teilen des MK. Doch die Polizei stellte auch einige Verstöße fest. Häufigste Ausrede: Hol- und Bringdienste für Freunde.

Kreis MK - In der zweiten Nacht mit Ausgangssperre haben sich die Menschen im Märkischen Kreis weitestgehend an die neuen Regeln gehalten. Das teilte die Polizei mit. Bei ihren Kontrollen stellten sie jedoch einige Verstöße fest und schrieben Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten.

In Lüdenscheid stellte die Polizei insgesamt 14 Verstöße gegen die Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr nachts fest. „Häufigste Erklärung für den Aufenthalt außerhalb der eigenen vier Wände: ,Hol- und Bringdienste‘ für Bekannte und Freunde, die
,mal eben‘ gefahren werden mussten“, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Ein hungriger Mann war zudem auf dem Weg, um sich in der Raststätte an der Sauerlandlinie eine Pizza zu kaufen. Seine Erklärung: Er habe vergessen, einzukaufen. Auch er bekam eine Anzeige. Gegen 23 Uhr traf eine Streife einen Spaziergänger an der L694 (Versetalsperre/Klamer Brücker). Seine Erklärung, ihm sei „die Decke auf den Kopf“ gefallen, ließ die Polizei ebenfalls nicht gelten.

Verstöße gegen Corona-Regeln im MK: Handfester Streit in Werdohl

In Schalksmühle-Heedfeld entdeckte eine Polizeistreife zwei Männer. Auch sie bekamen Anzeigen. Um 1.30 Uhr wurde die Polizei über einen handfesten und lauten Streit vor einem Haus in der Brüderstraße in Werdohl informiert. Die Polizeibeamten trennten die drei jungen Männer und schrieben Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

In Meinerzhagen, Kierspe und Halver stellte die Polizei keine Verstöße fest, wie auf Anfrage bestätigt wurde.

Weitere Einsätze gab die Polizei an die örtlichen Ordnungsämter ab. Diese bearbeitet alle Verstöße gegen
Corona-Schutzverordnung und Allgemeinverfügung und legt die Höhe der Bußgelder festgelegt. Auch in der ersten Nacht, in der die Ausgangssperre galt, gab es bereits einige Verstöße.

Die Polizei hält aber auch fest, dass in der Nacht ab etwa 1 Uhr fast gespenstische Ruhe im MK herrschte. „Es gab praktisch keinen Straßenverkehr mehr. Die Bevölkerung hielt sich weitestgehend an die erweiterte Allgemeinverfügung des Märkischen Kreises und die damit verbundene Ausgangssperre“, heißt es in der Mitteilung.

Verstöße gegen Corona-Regeln im MK: Einsätze schon vor Beginn der Ausgangssperre

Schon vor Beginn der Ausgangssperre, gegen 18.30 Uhr, hörten Anwohner bei Plettenberg-Selscheid Hilfeschreie und lautes Brüllen aus dem Wald. Die Polizei entdeckt etwa 15 feiernde Personen, die beim Eintreffen des Streifenwagens flüchteten. Die Gruppe feierte offenbar einen Junggesellenabschied. Die Polizeibeamten konnten zwei Männer fixieren und weitere Personalien ermitteln. Sie schrieben insgesamt vier Anzeigen wegen der Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung.

Ausgangssperre im Märkischen Kreis: Eindrücke der ersten Nacht

Ausgangssperre im MK: So lief die erste Nacht in Lüdenscheid.
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Vier weitere Anzeigen gab es gegen 20 Uhr an der K5 in Plettenberg, ungefähr in Höhe des ehemaligen Freibades. Vier Personen tanzten dort um ein Lagerfeuer. Zeitgleich informierten Anwohner von der Bismarckstraße in Altena die Polizei über randalierende Jugendliche auf dem Schulhof des Burggymnasiums. Als die drei Jungs die Polizeibeamten entdeckten, flüchten zwei von ihnen, liefen aber der zweiten Streifenwagen-Besatzung direkt in die Arme.

Die Jugendlichen (16, 17 und 17) aus drei verschiedenen Haushalten rochen stark nach Cannabis. Bei zweien fand die Polizei Cannabis und Zubehör. Sie bekamen Anzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und zudem wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung.

Verstöße gegen Corona-Regeln im MK: Tankstellen-Kunde will keine Maske tragen

Kurz vor 20.30 Uhr weigerte sich der Kunde einer Tankstelle an der Mendener Straße in Menden, im Verkaufsraum eine Maske zu tragen. Die Polizei wurde alarmiert. Die Beamten schrieben eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung und erteilten einen Platzverweis.

Die Polizei kündigte an, dass auch in den kommenden Tage Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung und die Allgemeinverfügung des Märkischen Kreises konsequent von den Streifen und den Ordnungsämtern geahndet werden.

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