Handtaschenraub

33-jährige Iserlohnerin beraubt, Täter gefasst

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HAGEN/ISERLOHN - Eine 33-jährige Iserlohnerin wurde am Dienstag in den frühen Nachstunden in der Regionalbahn Opfer eines Handtaschendiebstahls. Das Täter-Duo wurde nach einer Routinekontrolle der Bundespolizei acht Stunden später in Hagen vorläufig festgenommen.

Nach Aussagen des Opfers setzten sich die Männer in der RB 93 direkt hinter ihre Sitzgruppe. Müde von der Arbeit schlief sie kurz ein, bevor sie durch laute Rufe der Schaffnerin wach wurde, die beim Halt des Zuges in Letmathe zwei flüchtenden Männern hinterherschrie. Einer der Flüchtenden war im Besitz ihrer Handtasche. Den Diebstahl zeigte sie bei der Polizei in Hohenlimburg an.

Eine Streife der Bundespolizei wurde am Dienstagmorgen auf zwei Personen aufmerksam, die sich offensichtlich übernächtig in der Empfangshalle des Hagener Hauptbahnhofes aufhielten. Beide konnten auf Verlangen keine ausreichenden Personaldaten vorzeigen.

Auf der Wache wurden die Sachen der zu Überprüfenden durchsucht. Hierbei fanden die Beamten ein Mobiltelefon, das nicht den Männern gehörte, und eine in der Unterhose des einen 24-Jährigen eine versteckte Kreditkarte einer griechischen Bank, die ebenfalls nicht mit den Personaldaten der beiden Männer übereinstimmte.

Kreditkarte in der Unterhose

Weitere Ermittlungen führten zur Eigentümerin der Fundstücke. Die 33-Jährige Frau aus Iserlohn konnte das Mobiltelefon und die Kreditkarte auf der Wache in Hagen ausgehändigt werden. Die gestohlene Handtasche mit Reisepass, Führerschein Id- und EC-Karte konnte zwischenzeitlich in Hohenlimburg aufgefunden werden. Was fehlte waren 30 Euro Bargeld.

Das Diebstahlsduo wurde wegen Taschendiebstahl angezeigt. Ein Täter durfte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Wache verlassen. Sein Komplize  war im Dezember 2013 wegen Wohnungseinbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes  vom Landgericht Hagen zu einer Freiheitstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Er wurde in Polizeigewahrsam genommen, zumal er im Verdacht steht, nach seiner Verurteilung in nur viereinhalb Wochen drei weitere Eigentumsdelikte im Märkischen Kreis und in Köln begangen zu haben. - MZV

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