45.000 Patienten in den drei Häusern behandelt

Wirtschaftsergebnis: 2,6 Millionen Euro Plus im Klinikum

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Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken.

Lüdenscheid - Die Märkischen Kliniken haben das vergangene Jahr mit einem Plus in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro abgeschlossen.

Die Wirtschaftsprüfer haben das Ergebnis bestätigt. 45.000 Patienten, inklusive der Dialyse, wurden in den drei Häusern Lüdenscheid, Werdohl und Letmathe stationär behandelt. Für das laufende Jahr hofft Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung, auf einen „stabilen Verlauf“.

Mit einer „gewissen Spannung“ erwarten die Klinken eine Postsendung aus dem Düsseldorfer Gesundheitsministerium: Es geht um die geriatrische Einrichtung im Werdohler Stadtkrankenhaus. „Wir haben den notwendigen Bedarf gegenüber dem Ministerium dargestellt und sind zuversichtlich, mit den zur Verfügung stehenden 27 Betten eine Zulassung zur Hauptabteilung zu erhalten.“ 

Mit der Trennung von der Inneren Medizin könnten organisatorische Abläufe eigenständig koordiniert werden. Für den Patienten ändere sich dadurch nichts. Zwei große Aufgabengebiete werden die Kliniken weiterhin intensiv beschäftigen: die Gewinnung von Fachkräften im medizinischen und vor allem pflegerischen Bereich sowie die fortschreitende Digitalisierung.

Im ärztlichen Bereich seien drei bis vier Prozent der Stellen nicht besetzt, in der Pflege erweise sich die eigene Ausbildung heute als sehr vorteilhaft. „Allerdings lassen sich Fluktuationen nur sehr schwer ersetzen. Um die Versorgung auf einem hohen Niveau sicherstellen zu können, sind wir dringend auf Fachkräfte angewiesen.“

Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken.

Mit dem Problem stehe das Klinikum nicht alleine da. Eine Schließung von kompletten Stationen wegen Personalmangels, wie es bereits in einigen Uni-Kliniken vorkomme, gebe es hier glücklicherweise noch nicht. Um den Pflegeberuf aufzuwerten, biete das Klinikum seinen Mitarbeitern mit dem Bachelorstudiengang Pflege an der Hochschule für Gesundheit in Bochum eine besonders reizvolle Qualifizierungsmaßnahme an. 

Die digitale Unterstützung hat auf den Stationen bereits „Fahrt aufgenommen“. Statt mit einem Wagen voller Papierakten und Umschlägen mit Dutzenden von Röntgenbildern vor das Patientenbett zu fahren, komme heute der behandelnde Arzt mit I-Pad oder Laptop zum Kranken. „Die Tageskurven mit allen wichtigen Informationen liegen heute auf dem Rechner. Das führt einerseits zu einer deutlichen Zeitersparnis beim medizinischen Personal und macht andererseits einen wesentlich professionelleren Eindruck beim Patienten.“

 Die Vorteile der Digitalisierung würden Zug um Zug im administrativen Bereich genutzt, um zum Beispiel Rechnungsläufe deutlich effizienter zu bearbeiten. Nichts hält Dr. Thorsten Kehe von der Einführung einer Gebühr in Höhe von 50 Euro für die Notaufnahme. „Sie wird all die Menschen abschrecken, die wirklich krank sind, aber wenig Geld haben. Außerdem wird der Verwaltungsaufwand für unsere Mitarbeiter erheblich steigen.“ Schon die Praxisgebühr habe sich als untauglich erwiesen. „Das sind die völlig falschen Ansätze.“

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