„Wertvolles Know-how geht am Ende flöten“

Dr. Reimar Molitor, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Regionalmanagements Köln/Bonn, FDP-Kreisvorsitzender Axel Hoffmann und Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalenagentur (v. l.), diskutierten die weiteren Herausforderungen.

Südwestfalen  - Wie geht es nach der Regionale 2013 mit Südwestfalen weiter? Für die Fraktionsgemeinschaft von FDP und Grüne im Regionalrat Arnsberg, dem politischen Gremium bei der Bezirksregierung, sind Initiativen mit Langzeitcharakter ein wesentliches Element.

Auf Einladung der beiden Fraktionen diskutierten Vertreter aus Politik, Verwaltung und Institutionen die anstehenden Herausforderungen. 300 Millionen Euro konnten durch die Regionale in Zukunftsprojekte investiert werden, stellte Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalenagentur, fest. Zusätzlich würden erhebliche Summen in das Regionalmarketing investiert. „Dabei ist es wichtig, die Jugendlichen in die Überlegungen einzubeziehen, was Südwestfalen in Zukunft attraktiv macht.“

Wertvolle Erfahrungen steuerte Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführer des Regionalmanagements Köln/Bonn, bei. Die Rheinmetropolen bildeten vor Südwestfalen eine Förderregion. „Regionale-Projekte müssen auch danach weiter begleitet und fortentwickelt werden. Dies haben wir am Anfang zu wenig beachtet“, räumte er ein. Und selbstverständlich müssten weitere Projekte mit einem hohen Identifikationspotenzial entwickelt werden. Und er machte den Teilnehmern Mut, sich zu ihrer Region zu bekennen. „Großstädte haben ihre eigene Problemstruktur – hohe Mieten, verdichteter Wohnraum, wenig Erholungsmöglichkeiten und hohe Belastungen durch Verkehrsströme.“

FDP-Kreisvorsitzender Axel Hoffmann hält eine offensive Werbung für angebracht. „Wir verfügen über relativ günstiges Bauland, liegen nah an den Ballungsräumen und haben von Kultur- bis Sport- und Freizeiteinrichtungen alles zu bieten.“ Wie Molitor forderte Hoffmann, die zunächst projektfinanzierten Mitarbeiter nach dem Auslaufen der Maßnahme zu behalten und in ein festes Arbeitsverhältnis zu überführen. „Die lernen während der Projektphase 1000 Leute kennen und sind am Ende weg. Da geht uns wertvolles Know-how flöten.“

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