Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis zieht Konsequenzen

Zu wenig Personal: Das ändert sich auf den Polizeiwachen Altena und Werdohl

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Die Polizeiwache in Werdohl.

Werdohl/Altena - Die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis zieht Konsequenzen aus ihrem Personaldefizit, die die Polizeiwachen in Altena und Werdohl betreffen. Was sich dort mit Wirkung zum 1. Mai ändert, fassen wir hier zusammen,.

Laut einer Pressemitteilung der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis von Donnerstagmorgen stünde im Jahresvergleich statistisch immer weniger Personal zur Verfügung.

"Standen im Jahr 2000 noch 674 Planstellen zur Verfügung, so verringerte sich dieser Wert bis heute auf rund 613 Stellen. Auch für das laufende Jahr muss mit einer weiteren Personalreduktion gerechnet werden. Dies erfordert fortlaufend organisatorische Umstrukturierungen und die Optimierung von Arbeitsprozessen", heißt es.

Das sind die konkreten Veränderungen

  • Um das personelle Defizit zu kompensieren, werde auf den Polizeiwachen Altena und Werdohl ab dem 1. Mai 2019 zur Nachtzeit kein Polizeibeamter mehr durchgängig Innendienst auf der Wache versehen. 
  • Der "operative Bereich" bleibe unangetastet. Heißt: "Die Streife bleibt auch nachts mit zwei Beamten vor Ort. Die Anzahl der Streifenwagen und die zu den Wachstandorten zugehörigen Streifenbezirke bleiben unverändert."
  • Über den Notruf sei die Polizei jederzeit erreichbar. Suchten Bürgerinnen oder Bürger die Wache beispielsweise zur Anzeigenerstattung auf, werde die im Dienst befindliche Streifenwagenbesatzung Hilfe gewährleisten. 
  • Die Kontaktaufnahme erfolge dann über eine Gegensprechanlage am Eingang der jeweiligen Polizeiwache, über den die Bürgerinnen und Bürger mit der Einsatzleitstelle verbunden werden.
  • Die Polizeiwachen seien ausreichend gesichert. Die Standorte der Polizeiwachen würden durch diese Maßnahme nicht in Frage gestellt. 
  • Bei besonderen Ereignissen, wie Volks- oder Schützenfesten, sollen die Polizeiwache auch zukünftig zur Nachtzeit besetzt sein.

Seit 2017 seien die Einstellungszahlen deutlich erhöht worden. "Da die Ausbildung der angehenden Polizeibeamtinnen und -beamten drei Jahre in Anspruch nimmt, ist mit einer personellen Entlastung frühestens 2020 zu rechnen. 

Im Falle einer Besserung der Personalsituation wird die Innendienst-Funktion wieder besetzt und damit auch die Polizeiwache zur Nachtzeit wieder dauerhaft geöffnet. Es handelt sich daher um eine temporäre Personalmaßnahme", so die Polizei. - eB

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