1. come-on.de
  2. Kreis und Region

Eggers und Olbrich können feiern

Erstellt:

Von: Carla Witt

Kommentare

Briefwahlbezirk 2 wird ausgezählt
Kurz nach 18 Uhr beginnt die Auszählung des Briefwahlbezirks II im Neuenrader Rathaus. Auch in der Hönnestadt liegt Eggers vorn. © Carla Witt

Christdemokrat Matthias Eggers hat Grund zum Feiern.

Märkischer Kreis – „Schon im Wahlkampf habe ich gemerkt, dass die Zustimmung der Menschen da ist. Aber ich hätte nicht gedacht, dass das Wahlergebnis so deutlich ausfällt“, sagt Matthias Eggers. Dem CDU-Landtagskandidaten – den die Menschen im Wahlkreis 122 am Sonntag mit deutlicher Mehrheit zum Abgeordneten gewählt haben – ist „hochzufrieden“. Seinen Wahlsieg feierte Eggers am Sonntagabend in Menden.

Ein klarer Auftrag zur Regierungsbildung.

Matthias Eggers, CDU

Er habe sich vielen Menschen während des Haustürwahlkampfs persönlich vorgestellt, „und deutlich gespürt, dass die CDU eine gute Ausgangsposition haben. „Die CDU und die Grünen sind die Wahlsieger“, hebt Eggers hervor. Er wolle sich mit Blick auf Gespräche zur Regierungsbildung nicht festlegen. „Aber das Ergebnis dieses Abends ist ein klarer Auftrag der Wähler an die CDU zur Regierungsbildung“, unterstreicht der Christdemokrat.

Dienstag geht es nach Düsseldorf

Die vergangenen Wochen im Wahlkampf seien sehr arbeitsintensiv und anstrengend gewesen. „Mein Frau ist erleichtert, dass die Wahl jetzt vorbei und so gut gelaufen ist“, verrät der neue Abgeordnete. Die Arbeit gehe für ihn allerdings gleich weiter. „Ich will am Dienstag zur Fraktionssitzung nach Düsseldorf fahren, um dort gleich durchzustarten.“

Traurig, aber gefasst

SPD-Kandidatin Inge Blask ist gefasst: „Wenn man sich in eine Wahl begibt, kann man gewinnen und man kann verlieren, das weiß man vorher“, unterstreicht Blask. Dennoch sei sie natürlich traurig, dass sie die Wahl verloren habe. „Aber das Ergebnis im „Wahlkreis unterscheidet sich an dieser Stelle ja nicht deutlich von dem aus dem Jahr 2017“, bilanziert die Sozialdemokratin. „Viele Städte im Märkischen Kreis sind fest in CDU-Hand, das ist mir natürlich bekannt.“

Über die Landesliste abgesichert

Trotz ihrer Wahlniederlage wird Inge Blask auf jeden Fall wieder in der Landeshauptstadt aktiv: Sie ist über den vierten Platz der Landesliste bestens abgesichert. Die Frage nach einer Regierungschance für die SPD in Nordrhein-Westfalen könne sie aber nicht beantworten. „Das hängt sicherlich vom Verlauf der Sondierungsgespräche zwischen der CDU und den Grünen ab“, unterstreicht Inge Blask.

Wir sind zwei Wahlsieger.

Sylvia Olbrich, Die Grünen

Als Grünen-Kandidatin Sylvia Olbrich ihr Wahlstatement abgibt, ist sie gerade im Haus Oberkampf, um Matthias Eggers zu seinem Wahlsieg zu gratulieren. „Wir sind zwei Wahlsieger“, stellt Olbrich hörbar gut gelaunt fest. Sie sei sehr stolz auf ihr persönliches Ergebnis. „Das Erststimmenergebnis zeigt, dass die Menschen mich persönlich als Kandidatin akzeptiert haben – und, dass ich die Politik der Grünen rüberbringen konnte.“

Den Koalitionsverhandlungen in Düsseldorf wolle und werde sie nicht vorgreifen. „Das muss unser Verhandlungsteam machen. Wir wollen unsere Themen auf jeden Fall stark vertreten wissen.“

FDP-Landtagskandidat Frank Oberkampf spricht von einem bitteren Abend für seine Partei: „Lindner und Stamp haben das Ergebnis ja schon ähnlich kommentiert“, sagt er. Dem könne er sich nur anschließen. Insgesamt sei das FDP-Wahlergebnis weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Die FDP wird sich in NRW in den nächsten fünf Jahren die Krone richten müssen.

Frank Oberkampf, FDP

„Wir werden in unserem Wahlkreis den Kopf nicht in den Sand stecken“, verspricht Oberkampf. Immerhin sei sein Ergebnis zumindest besser als der Durchschnitt, „auch, wenn das nur ein schwacher Trost ist“. Er habe einen engagierten Wahlkampf geführt und sei auf viel Zustimmung gestoßen. „Aber mit Blick auf die allgemeine Lage und die Ukraine-Krise haben viele wohl auf die Partei gesetzt, von der sie sich Sicherheit versprechen – und die CDU gewählt.“

Hinzu komme, „dass die gute Arbeit, die Baerbock und Harbeck geleistet haben, der FDP geschadet hat“. Oberkampf bilanziert: „Die FDP wird sich in NRW in den nächsten fünf Jahren die Krone richten müssen.“

Auch interessant

Kommentare