Fusion der Volksbanken wird vorbereitet

Lüdenscheid/Hagen - Die Volksbank im Märkischen Kreis und die Märkische Bank wollen in Fusionsverhandlungen eintreten. Das wurde am Dienstagmittag per Pressemitteilung bekanntgegeben. „Durch den angestrebten Zusammenschluss würde eine Genossenschaftsbank mit 64 600 Mitgliedern, 630 Mitarbeitern, 156 000 Kunden und einer Bilanzsumme von drei Milliarden Euro entstehen“, teilte die Volksbank im MK mit.

Die Märkische Bank hat ihren Hauptsitz in Hagen, sie ist mit Geschäftsstellen aber auch im Märkischen Kreis – von Nachrodt über Iserlohn, Menden bis Hemer – vertreten. Zusätzlich gibt es Filialen in Gevelsberg und Herdecke. Die Volksbank im Märkischen Kreis mit dem Stammsitz in Lüdenscheid wickelt ihre Geschäft bekanntlich auch im Süden des Märkischen Kreises und in Marienheide ab.

Roland Krebs, Vorstand der Volksbank im Märkischen Kreis, betonte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass nach einem Zusammenschluss keineswegs daran gedacht sei, Personal einzusparen. Und auch an der Präsenz in den verschiedenen Orten werde sich nichts ändern: „Unser Pfand ist es doch, in den Orten fest verwurzelt zu sein.“ Wie Krebs weiter mitteilte, soll der künftige gemeinsame Vorstand aus vier Personen bestehen: Neben Roland Krebs und Karl-Michael Dommes von der Volksbank im Märkischen Kreis sollen von der Märkischen Bank Hermann Backhaus und Achim Hahn in das Gremium rücken. Ausscheiden werde dann der Lüdenscheider Hans-Erich Lenk, der am 30. Juni in die Altersteilzeit wechsle.

Über die zum 1. Januar 2015 geplante Fusion abstimmen müssen jetzt noch die Vertreterversammlungen der beiden Banken. Laut Krebs werden diese Gremien in den kommenden Monaten zunächst detailliert über die Planungen informiert. „Eine Abstimmung könnte theoretisch auch nach dem Zusammenschluss am 1. Januar 2015 noch erfolgen“, erläuterte Krebs.

Die Aufsichtsräte beider Banken haben inzwischen die Vorstandsmitglieder damit beauftragt, in konkrete Verhandlungen einzutreten. „Diesem Beschluss sind verschiedene Sondierungsgespräche zu Kooperationsmöglichkeiten vorausgegangen“, teilte Karl-Michael Dommes mit. Beide Häuser seien „kerngesund“ und man wolle aus der Position der Stärke seine Kräfte bündeln, hieß es gestern. Dommes: „Beide Banken ergänzen sich ideal, vor allem mit Blick auf das märkische Geschäftsgebiet.“ Auch ein möglicher Name ist bereits „angedacht“: „Märkische Volksbank eG wäre schön“, blickt Dommes voraus.

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