Verfolgungsfahrten in drei Städten

Als die Polizei zum Anhalten auffordert, geben diese Fahrer erst so richtig Gas

Blaulicht und Anhaltezeichen der Polizei ignorierten drei Fahrer am Wochenende.
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Blaulicht und Anhaltezeichen der Polizei ignorierten drei Fahrer am Wochenende.

Verkehrskontrolle durch die Polizei? Darauf hatten am Wochenende mehrere Verkehrsteilnehmer offenbar keine große Lust: In Plettenberg, Kierspe und Iserlohn kam es zu Verfolgungsfahrten. Insbesondere ein
Motorradfahrer freute sich dabei jedoch zu früh...

Plettenberg / Meinerzhagen - Besagter Zweiradfahrer kam am Sonntagabend gegen 23.35 Uhr auf der Friedrich-Ebert-Straße in Kierspe einer Polizei-Streife entgegen. Weil der Mann viel zu schnell fuhr, schalteten die Polizisten sofort das Blaulicht ein und wendeten. Die Reaktion des Motorradfahrers: Er erhöhte sein Tempo.

Einige Straßen später schlängelte sich die Suzuki durch die Einfahrt einer Firma an einer Stahlkette vorbei. Die Polizisten konnten nicht folgen und mussten mit ansehen, wie der Fahrer mit der erhobenen Faust in ihre Richtung gestikuliert. Doch der Mann sollte seinen geglaubten „Erfolg“ nicht lange genießen können.

Denn nur kurze Zeit später meldete sich ein Anwohner der Schubertstraße über Notruf. Er habe das Martinshorn der Polizei gehört. Kurz darauf sei ein Motorrad vorgefahren und der Fahrer auf einem Garagenhof verschwunden. Die Polizisten schauten nach und fanden einen 32-jährigen Meinerzhagener in Motorradkluft.

Bei der Befragung verwickelte sich der Mann in Widersprüche. Den Grund dafür fanden die Polizisten bald heraus: Denn der 32-Jährige ist nicht in Besitz einer Fahrerlaubnis. Sein Motorrad ist er nun los und dafür um eine Strafanzeige reicher.

Pärchen weigert sich auszusteigen: Polizei entglast die Seitenscheibe

In Plettenberg nahm die Polizei am Samstagabend die Verfolgung eines auffälligen Pkw auf. Besagter VW Passat fuhr offenbar zu schnell über die Oestertalstraße. Der Fahrer missachtete Anhaltezeichen, Blaulicht und Co.

Die Verfolgung erstreckte sich über mehrere Straßen und endete schlagartig in der Sackgasse der Adolf-Sternberg-Straße, also oberhalb des Kreisverkehrs Osterloh. Als der 35-Jährige wenden wollte, konnte die Polizei-Streife ihn blockieren.

Der Fahrer und seine Beifahrerin weigerten sich jedoch, auszusteigen. Die Polizisten entglasten darauf die Seitenscheibe und zogen den Fahrer raus. Dabei leistete er Widerstand. Der Fahrer aus Altena und ein Polizeibeamter verletzten sich dabei leicht. Bei ihm und seiner Beifahrerin fanden die Polizisten eine geringe Menge Betäubungsmittel.

Doch damit nicht genug der Verfehlungen: Der Fahrer ist nicht im Besitz eines Führerscheins und stand zum Zeitpunkt der Verfolgungsfahrt offenbar unter Drogeneinfluss. Daher wurde ihm eine Blutprobe entnommen und ihn erwartet nun eine Anzeige.

Versuchte Flucht in den Wald: Polizei hält jungen Fahrer fest, Beifahrer haut ab

Und dann war da noch ein junger Iserlohner: Er fiel am späten Freitagabend dadurch auf, dass er in seinem Twingo ohne Licht einer Polizei-Streife entgegenkam. Als die Polizisten wendeten, gab der Fahrer Gas. Unter Missachtung sämtlicher Anhaltezeichen brauste er in Richtung Kesbern.

Die Verfolgung endete abrupt: In Höhe Löhenweg hielt der Fahrer unvermittelt an. Die Türen flogen auf und zwei Insassen flohen in den Wald. Den Polizisten gelang es jedoch, den Fahrer festzuhalten. Dieser schlug und trat um sich.

Möglicher Fluchtgrund: Der 21-jährige Iserlohner stand offenbar unter Alkohol- und Drogeneinfluss und musste deshalb zur Blutprobe. Trotz Einsatzes eines Diensthundes blieb der Beifahrer am Abend verschwunden.

Die Durchsuchung des Autos führte eine geringe Menge Betäubungsmittel und ein machetenartiges Großmesser zu Tage. Entsprechende Anzeigen wurden vorgelegt.

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