Im Bundesvergleich weit oben

Unwetterbilanz: So oft blitzte es 2018 im MK

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Gewitterblitze über Sachsen.

Märkischer Kreis – Alles wird gezählt, auch Blitze. So oft haben sie im vergangenen Jahr bei uns eingeschlagen. Im Bundesvergleich liegt der Märkische Kreis im oberen Drittel.

Genau 1,75 Blitze pro Quadratkilometer Fläche hat der Blitz-Informationsdienst von Siemens 2018 gezählt. So glimpflich verlief das Jahr aber nicht überall. Im Süden der Republik schlägt es deutlich öfter ein, im Norden seltener. Die unterfränkische Stadt Schweinfurt war 2018 die Blitz-Hauptstadt Deutschlands. Der Blitz-Informationsdienst von Siemens (Blids) registrierte dort 5,0 Blitzeinschläge pro Quadratkilometer.

An zweiter und dritter Stelle folgen der Rheinisch-Bergische Kreis mit 4,0 Erdblitzen pro Quadratkilometer und der oberbayerische Landkreis Weilheim-Schongau mit 3,7 Blitzen. Die geringste Blitzdichte verzeichneten die Städte Kiel, Potsdam, Schwerin und der Landkreis Lüchow-Dannenberg mit jeweils 0,2.

Im Märkischen Kreis schlug es im vergangenen Jahr genau 1857 Mal ein. Bei einer Fläche von 1059 Quadratkilometern entspricht das einer Blitzdichte von gerundet 1,8. Der Durchschnittswert für Deutschland – insgesamt schlugen im vergangenen Jahr bundesweit rund 446.000 Blitze ein – lag bei 1,3 registrierten Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer. Der Märkische Kreis belegt im Blitz-Ranking also einen Platz im oberen Mittelfeld.

Daten für die einzelnen Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis weist die Statistik nicht aus. „Im Jahr 2018 verzeichneten wir relativ wenige Gewitter“, sagt Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes. „Der Jahrhundertsommer im vergangenen Jahr war zu warm, die Wetterlagen waren sehr stabil und die Gewitterfronten fielen nicht so ausgeprägt aus", erklärt er, woran das gelegen hat.

Und Thern hat auch eine Erklärung dafür, warum in Schweinfurt nach 2014 schon zum zweiten Mal die höchste Blitzdichte ermittelt worden ist: „Bei der relativ geringen Stadtfläche von nur rund 36 Quadratkilometern reichen einige wenige Gewitter, um letztlich eine hohe Blitzdichte auszuweisen.“

Bei den auf den Plätzen zwei und drei nachfolgenden Landkreisen Rheinisch-Bergischer Kreis und Weilheim-Schongau spiele eher die Nähe zu Höhen- und Gebirgslagen eine Rolle, sagte Thern. Die Haupt-Gewittertätigkeit lag 2018 in den Monaten Mai und Juni. Der blitzreichste Tag war der 1. Juni mit bundesweit gemessenen 34 785 Einschlägen, von denen 7400 in NRW registriert wurden.

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