1. come-on.de
  2. Kreis und Region

Unwetter im MK: Kirmes-Eröffnung am Freitag abgesagt - das ist der neue Termin

Erstellt:

Von: Bettina Görlitzer, Leon Malte Cilsik, Sarah Reichelt, Thilo Kortmann

Kommentare

Das Gewitter am Donnerstag könnte nur ein kleiner Vorgeschmack gewesen sein. Dem MK droht heute am Freitag (20. Mai) ein weiteres Unwetter. Der DWD spricht sogar von möglichen Tornados.

Update vom 20. Mai, 19.07 Uhr: Die Ungewissheit, ob und wie das Unwetter am Freitag Lüdenscheid trifft, war groß. Nachdem Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei und Bürger-Schützen-Verein (BSV) die Eröffnung der Kirmes auf der Hohen Steinert zunächst vom Nachmittag in die Abendstunden verlegt hatten, fiel kurz nach 18 Uhr die Entscheidung, am Freitag gar nicht mehr zu öffnen. Jetzt ist der offizielle Startschuss der Kirmes für Samstag 15 Uhr geplant – und auch das traditionelle Eröffnungsfeuerwerk wurde auf Samstag, 22.45 Uhr verlegt.

Update vom 20. Mai, 15.55 Uhr: Neue Entscheidung in Halver: Die „Runde um den Block“ beginnt zwei Stunden verspätet - statt um 18 geht‘s um 20 Uhr los. Alle, die Tickets für die Zeiten davor haben, sollen sich zwischen 19.45 und 20.45 Uhr am Startpunkt an der Villa Wippermann melden. Für die Überbrückung von Wartezeiten kann die Villa Wippermann kostenfrei besucht werden. Wer erst am Samstag oder Sonntag kommen möchte, kann das gerne machen.

Update vom 20. Mai, 13.40 Uhr: Die besonderen Stadtführungen im Rahmen der „Runde um den Block“ in Halver sind nicht abgesagt. „Wir werden heute für die Gruppen im Einzelfall entscheiden“, teilt Andrea Reich aus dem Rathaus mit. Falls eine Gruppe wetterbedingt ausfalle, könne diese am Samstag oder Sonntag nachgeholt werden. Infos gibt es dann am Startpunkt (Villa Wippermann).

Update vom 20. Mai, 13:25 Uhr: Marktschwärmer am Schloss Neuenhof in Lüdenscheid abgesagt! Auf Samstag, 9 Uhr, verschoben. „Liebe Kunden der heutigen Bestellungen, auf Grund der Unwetterwarnung und der Ungewissheit, ob es uns hart trifft, müssen wir die Verteilung heute um 17 Uhr am Schloss absagen und auf morgen 9 Uhr verschieben“, erklären die Veranstalter. Man werde morgen, fügen sie hinzu, bis 10 Uhr vor Ort sein, um die Bestellungen zu übergeben. „Ich hoffe, ihr habt Verständnis, aber wir dürfen die Gesundheit unserer Kunden nicht riskieren.“ Alle, die morgen zwischen 9 und 10 Uhr keine Zeit haben, sollten sich melden, sagen die Organisatoren. „Wir werden einen alternativen Weg finden, um die Ware zu übergeben.“

Kirmes-Eröffnung verschoben

Update vom 20. Mai, 13.10 Uhr: Kirmes-Eröffnung verschiebt sich: Ein genauer Zeitpunkt für die Eröffnung der Kirmes in Lüdenscheid steht derzeit noch nicht fest. „Wir beobachten die Wetterlage und warten die Meldung der Feuerwehr für die Freigabe ab“, sagt Martin Haase, Leiter der Stabsstelle Großveranstaltungen der Stadt Lüdenscheid. Es handle sich um eine „einvernehmliche Entscheidung“, die das Ordnungsamt, die Feuerwehr Lüdenscheid, die Polizei und der Bürgerschützenverein bei der obligatorischen Platzabnahme am Freitagmittag traf. Sobald die Wetterlage den Beginn der Feierlichkeiten zulässt, soll die Öffentlichkeit über die genaue Uhrzeit informiert werden.

Ursprünglich sollte es an der Hohen Steinert um 15 Uhr losgehen. Allerdings warnt der Deutsche Wetterdienst vor schweren Gewittern. Ab mittags müsse unter anderem in Nordrhein-Westfalen mit Sturm- und Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 und 130 Stundenkilometern, heftigem Starkregen sowie Hagelschauern gerechnet werden, teilt der DWD mit. Laut Wetterprognose besteht zudem die Gefahr von „kleinräumigen Überflutungen sowie Baum- und Astbruch“. Gegen Abend soll sich die Wetterlage beruhigen.

Update vom 20. Mai, 12.33 Uhr: Alle Lüdenscheider Gymnasien haben aufgrund der Sturmwarnung nach der fünften Schulstunde geschlossen. Die Städtische Adolf-Reichwein-Gesamtschule hatte bereits ab 11 Uhr innerhalb der vierten Unterrichtsstunde die Schüler vorzeitig ins Wochenende geschickt, kurz nachdem der Hinweis von der Bezirksregierung aus Arnsberg eingegangen war, wonach die Schulleiter selber entscheiden könnten, ob sie die Schule wegen des Sturmes schließen lassen. Um 11:40 Uhr verließen dann die letzten Schüler die Einrichtung, die mit rund 1200 Schülern die größte Lehranstalt in Lüdenscheid ist. Deshalb war das Entlassen der Schüler aus dem Schulunterricht nur gestaffelt möglich.

Unwetter soll am Nachmittag kommen

Update vom 20. Mai, 12.05 Uhr: 22 Einsätze hatte die Feuerwehr im Märkischen Kreis aufgrund des Sturm am Donnerstag. Heute soll die Lage kritischer werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor diesem Szenario: „Anfangs in den südlichen Landesteilen von Westen her einzelne Gewitter mit Starkregen um 20 l/qm in einer Stunde, stürmische Böen um 70 km/h und kleinkörnigem Hagel. Im Laufe des Tages dann verbreitet zunehmendes Gewitter- und auch Unwetterpotential mit gebietsweise heftigem Starkregen um 40 l/qm in kurzer Zeit, punktuell auch mit extrem heftigen Starkregen über 60 l/qm (extremes Unwetter) und größerem Hagel mit Korngröße um 3 cm. Zum Teil schwere Sturmböen um 95 km/h (Bft 10), lokal auch Orkanböen um 120 km/h (Bft 12) gering wahrscheinlich. Des Weiteren vereinzelte Tornados nicht ausgeschlossen. In der Nacht zum Samstag von Westen rasche Wetterberuhigung.“ 

Update vom 20. Mai, 11.59 Uhr: Die Lage wird ernster. Der Innenminister Herbert Reul (CDU) hat zur besonderen Vorsicht aufgerufen. „Bleiben Sie bitte zu Hause. Vermeiden Sie Aufenthalte im Freien. Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen! Gehen Sie nicht in Keller oder tiefer gelegene Geschosse.“

Der Bezirksregierung Arnsberg teilte zudem mit, dass die Schulleitungen selbst in Absprache mit dem Schulträger entscheiden, ob der Unterricht vorzeitig beendet werden kann.

Update vom 20. Mai, 9.04 Uhr: Unwetter-Warnung für NRW! Der Deutsche Wetterdienst meldet für heute zunächst einzelne Schauer und Gewitter, die am Nachmittag und Abend ein deutlich höheres Unwetterpotenzial aufbauen. Schülerinnen und Schüler sollen zunächst normal zur Schule gehen, heißt es aus dem Schulministerium. Jede Bezirksregierung kann jedoch nach der jeweiligen Wetterlage entscheiden und den Präsenz-Unterricht absagen.

Bei Bedarf sind die Schulgebäude so lange geöffnet zu halten, bis ein sicherer Heimweg möglich ist. Schülerinnen und Schüler, die bis zum Antritt ihres sicheren Heimweges in der Schule verbleiben, sind durch die Schule zu beaufsichtigen. Die Betreuung gerade jüngerer Schülerinnen und Schüler ist durch die Schule sicherzustellen, so meldet es das Schulministerium. 

Update vom 19. Mai, 19.43 Uhr: Da braut sich anscheinend richtig was zusammen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hält jetzt sogar Tornados im Märkischen Kreis für möglich.

Wörtlich heißt es in der aktualisierten und geschärften Vorabinformation: „Es werden verbreitet schwere, zum Teil auch extreme Gewitter mit massiven Auswirkungen erwartet. Die Gewitter sind begleitet von schweren Sturm- oder Orkanböen zwischen 90 und 130 km/h sowie heftigem Starkregen um 40 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde und Hagel mit einer Korngröße um 5 Zentimeter. Teils ist auch extrem heftiger Starkregen mit rund 60 Litern pro Quadratmeter in wenigen Stunden wahrscheinlich. Auch einzelne Tornados sind nicht ausgeschlossen. Es besteht die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen sowie Baum- und Astbruch. Auch Beeinträchtigungen der Infrastruktur sind möglich.“ Meteorologen sprechen von einer „extremen Gefahrenlage“ im NRW.

Unwetter-Warnung für MK:

[Erstmeldung] Märkischer Kreis - Die Unwetter ziehen am Donnerstag (19. Mai) von Westen auf, der Deutsche Wetterdienst erwartet ihr Eintreffen in den frühen Nachmittagsstunden. Es bestehe die Gefahr von heftigem Starkregen zwischen 25 und 40 Liter pro Quadratmeter, zudem warnt die Behörde vor schweren Sturmböen zwischen 80 und 100 Stundenkilometern, örtlich seien auch Orkanböen um die 120 Stundenkilometer möglich. Auch größerer Hagel über zwei Zentimeter sei wahrscheinlich.

Wie Kreisbrandmeister Michael Kling mitteilt, seien die Feuerwehren auf die Wetterlage vorbereitet: „Uns stehen vorgeplante Strukturen zur Verfügung, der Lagedienst der Feuerwehr beobachtet die Wetterlage sehr engmaschig.“ Für die Bevölkerung hat der Kreisbrandmeister auch konkrete Hinweise:

Im Falle eines schweren Unwetters

Die oberste Regel laute: Zuhause bleiben. „Herabstürzende Äste oder Dachziegel, umherfliegende Gegenstände –
bei einem schweren Sturm sind Sie im Freien vielen Gefahren ausgesetzt. Versuchen Sie daher Ihr Zuhause nur in Notfällen zu verlassen“, warnt Kling. Für Zuhause empfiehlt er weitere Vorkehrungen:

Im Freien

• Meiden Sie ungeschützte Orte, an denen Sie von Hagel oder von vom Sturm mitgerissenen Gegenständen getroffen werden könnten.
• Suchen Sie Schutz in einem Gebäude und meiden Sie bei starken Stürmen Hallen mit großen Deckenspannweiten.
• Bei Hagel legen Sie sich, wenn es nirgendwo Schutz gibt, mit dem Gesicht auf den Boden und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen!
• Suchen Sie bei Gewitter Schutz in einem Gebäude. Wenn kein schützendes Gebäude in Sicht ist, gehen Sie mit eng zusammen stehenden Füßen, möglichst in einer Mulde, auf den Fußballen in die Hocke.
• Meiden Sie bei Gewitter offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Türme, Masten, Antennen und lehnen Sie sich nicht an Zäune.
• Halten Sie bei Gewitter zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern ein.
• Vermeiden Sie bei Gewitter die Berührung von Gegenstände mit Metallteilen wie Regenschirme und Fahrräder.
Im Auto:
• Im Auto sind Sie bei Gewitter sicher. Bleiben Sie also im Fahrzeug, aber berühren Sie keine blanken Metallteile.

Vorübergehende Entspannung in der Nacht

Für die Nacht prognostiziert der Deutsche Wetterdienst eine vorübergehende Entspannung der Lage - die Wahrscheinlichkeit für Unwetter nehme ab. Schon Freitagmittag seien dann aber wieder schwere Unwetterlagen möglich, die Behörde bittet die Bevölkerung darum, die Wettervorhersagen aufmerksam zu verfolgen.

Auch interessant

Kommentare