Leitmesse in Frankfurt

Messe "Light + Building": Aufbruchstimmung bei heimischen Unternehmen

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Zahlreiche Unternehmen aus dem Märkischen Kreis, wie hier Vossloh-Schwabe, präsentieren sich noch bis Freitag auf der Light + Building.

Märkischer Kreis/Frankfurt - Zahlreiche heimische Firmen sind auf der Leitmesse Light + Building vertreten. Vielfach ist eine Aufbruchstimmung zu spüren, aber auch Risiken werden diskutiert.

Das Handy aufzuladen, indem man es auf den Schreibtisch legt, unter dem die Ladestation montiert ist, Lichtquellen, die kabellos via Magnet an Steckdosenanschlüssen funktionieren, eine zentrale Steuerung der gesamten Hauselektronik, die für den Nutzer immer einfacher wird: Die Entwicklungen im Bereich von Beleuchtung und Gebäudeautomation schreiten rasant voran.

Die Branche ist seit Jahren in Aufbruchstimmung – und bei der diesjährigen Messe Light + Building in Frankfurt am Main, die noch bis Freitag läuft, ist dies einmal mehr zu spüren.

Mehr als 2700 Aussteller zeigen Weltneuheiten für Licht, Elektrotechnik, Haus- und Gebäudeautomation sowie Sicherheitstechnik. „Vernetzt – Sicher – Komfortabel“ lautet das Motto der weltgrößten Messe für Licht und Gebäudetechnik.

Komfort und Sicherheit sind große Themen

Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen „Smartifizierung des Alltags“ und „Ästhetik und Wohlbefinden im Einklang“. Das gilt auch für die Unternehmen aus Lüdenscheid und dem Volmetal, die ihre Produkte präsentieren.

Der Komfort und der Wellnessfaktor in den eigenen vier Wänden – oder auch im Hotel – ist ein großes Thema, angeschoben durch die Möglichkeiten der Vernetzung der verschiedensten Geräte und der zentralen Steuerung, die inzwischen auch mittels Sprachsteuerung erfolgen kann. Sicherheit der Daten, flexible Anschlussmöglichkeiten und ansprechendes Design gehören dazu. Die Produktvielfalt ist so groß wie nie.

Diskussion über Schwachstellen im System

Dabei kommt die Branche nicht umhin, über die Schwachstellen im System zu diskutieren. Das Wechselspiel zwischen den Chancen durch Innovation und den Hindernissen, die es zu überwinden gilt, war Thema bei der sogenannten Lüdenscheider Runde, zu der das Unternehmen Busch-Jaeger zum inzwischen achten Mal am ersten Messetag eingeladen hatte.

Während Adalbert M. Neumann, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Busch-Jaeger, darauf verwies, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handwerk ist, klagte der Vizepräsident des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), Christoph Hansen, über den Fachkräftemangel, der es für Handwerksbetriebe zunehmend schwieriger mache, dem Zuwachs an Aufträgen gerecht zu werden.

Heimische Unternehmen auf der Light + Building

Dass es in Südwestfalen immer noch einen großen Nachholbedarf bei der Digitalisierung gebe, die die Grundlage dafür ist, all die präsentierten Neuerungen nutzen zu können, rückte SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat in den Fokus.

Die Voraussetzungen für Digitalisierung fehlen

Auch Harald Rutenbeck verwies darauf, dass die Voraussetzungen geschaffen werden müssen, entsprechende Datenmengen übertragen zu können. Burkard Kaiser betonte, dass auch die klassische Elektro-Industrie Produkte für die neuen Technologien entwickeln müsse. Tim Henrik Maack (Erco) sprach von einem gesellschaftlichen Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft, der notwendig sei, damit die Produkte von allen verstanden würden.

Die an der Diskussion beteiligten Architekten sagten, dass bei Bauherren immer noch viel Überzeugungsarbeit für die neuen Technologien notwendig sei. Die Tendenz, sie aufzugreifen, sei da, aber die Kosten spielten noch eine erhebliche Rolle. Im Bereich von industriellen Gebäuden sei die Lichtsteuerung ein wichtiges Thema, ergänzte Architektin Simone Kutzner.

Ausführliche Artikel zu den Unternehmen aus dem Märkischen Kreis lesen Sie am Mittwoch, 21. März, in den Printausgaben von Lüdenscheider Nachrichten, Allgemeinem Anzeiger und Meinerzhagener Zeitung.

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