Mögliches Motiv

Fahrer ohne Führerschein - Mutter wieder zu Hause

[Update 13.15 Uhr] Iserlohn - Nach dem schweren Unfall, bei dem Montag in Letmathe eine vierköpfige Familie schwer verletzt wurde, gibt es gute Nachrichten. Nach der 17-jährigen Tochter wurde am Mittwochabend auch die 51-jährige Mutter aus dem Krankenhaus entlassen. Der 51-jährige Vater und die 14-jährige Tochter, der es etwas besser geht, werden weiterhin stationär behandelt. Derweil wurde bekannt, dass der Verursacher keinen Führerschein besitzt.

Über die Gründe der Amokfahrt des 36-jährigen Nachrodters kann auch drei Tage nach dem Unfall nur gemutmaßt werden. Denn zur Sache schweigt der Verursacher. Ein mögliches Motiv hat sich jedoch inzwischen herauskristallisiert. Der Nachrodter ist nicht im Besitz eines gültigen Führerscheins.

Unter den Papieren, die die ermittelnden Beamten am Montagabend in dem verunglückten BMW X6 sichergestellt haben, befand sich auch ein städtisches Schriftstück. Dies bestätigte Polizeisprecher Dietmar Boronowski. Dabei soll es sich um die Aufforderung zu einer Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) gehandelt haben. Eine gültige Fahrerlaubnis besaß der Mann zum Zeitpunkt des Unfalls nach Polizeiangaben jedenfalls nicht.

Das könnte womöglich der Grund sein, weshalb er am Montagabe

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Wie geht es der Familie?

Mann aus Nachrodt (36) hat sich der Polizei gestellt

nd bei der Verkehrskontrolle in Nachrodt geflüchtet ist. Er war aus dem BMW X6, den er sich am Nachmittag zuvor von einem 40-jährigen Freund aus Herdecke geliehen hatte, ausgestiegen und hatte den Beamten den Fahrzeugschein ausgehändigt. Wohl unter dem Vorwand, den Führerschein zu holen, stieg er wieder ein und raste davon. Die Polizei nahm die Verfolgung auf.

An der Ellebrecht-Kreuzung in Letmathe, in die der BMW-Fahrer trotz Rotlichts einfuhr, kam es dann zu dem verhängnisvollen Unfall, bei dem die vierköpfige Familie schwer verletzt wurde. Der 52-jährige Vater, die 51-jährige Mutter sowie die 14-jährige Tochter werden seitdem stationär  behandelt. Die 17-jährige Tochter durfte nach ihrem Klinikaufenthalt bereits wieder zu Hause.

Schwerer Unfall nach Amokfahrt durch Iserlohn

Der 36-Jährige, der nach dem Unfall zu Fuß die Flucht ergriffen hatte und in der Nacht vergeblich von der Polizei mit einem Großaufbot  gesucht worden war, hatte sich am Dienstagnachmittag in Anwesenheit seines Anwalts der Polizei in Iserlohn gestellt.

Die Ermittlungen zum Unfall dauern zur Zeit noch an, so dass die Ergebnisse laut Polizeiangaben nicht vor kommender Woche der Staatsanwaltschaft in Hagen vorliegen werden.

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