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Unfall am Silvesterabend: Feuerwehr muss Fahrer aus zerstörtem Wagen befreien

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Von: Markus Klümper

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Junger Mann bei schwerem Alleinunfall in Innenstadt eingeklemmt
Ein junger Mann musste mit schwerem Gerät aus seinem Wagen befreit werden. © Markus Klümper

Feuerwehr und Rettungsdienst sind bei Anlässen wie Silvester stets in erhöhter Alarmbereitschaft. Ein Unfall dieser Art war allerdings ungewöhnlich, die Rettung danach war kein typischer Einsatz in der Neujahrsnacht.

Iserlohn - Gegen 22.20 Uhr war ein junger Mann in Iserlohn mit seinem Auto schwer verunglückt. Der 22-Jährige war in Richtung Hans-Böckler-Straße unterwegs und wollte nach links in die Straße Am Nolten abbiegen. Vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit verlor er dabei die Kontrolle über einen 3er-BMW und schoss über die Kreuzung hinweg rund 50 Meter weit in den Gegenverkehr. Der Wagen prallte gegen ein Baugerüst vor einem Wohn- und Geschäftshaus.

Vor allem aller kollidierte er zuvor mit einem schweren Schuttcontainer, der vor dem Haus steht. Die Verletzungen, die der 22-Jährige dabei erlitt, waren zwar nicht lebensbedrohlich, aber doch so schwer, dass er in eine Dortmunder Spezialklinik transportiert wurde. Das Baugerüst war nach dem Unfall nicht mehr standsicher und musste noch am Neujahrstag demontiert und wieder neu aufgebaut werden. Das völlig zerstörte Unfallwrack wurde von der Polizei sichergestellt, der Führerschein des Fahrers aber nicht. Dazu gibt es nach Angaben der Polizei derzeit keinen Anlass.

Der junge Mann dem Aufprall hatte sich nicht mehr selbst aus seinem Auto befreien können, auch Ersthelfer konnten nichts ausrichten. Der Fahrer war in einer dramatischen Lage, selbst die Feuerwehr hatte etwa eine Stunde gebraucht, um den Mann aus dem Unfallwrack zu befreien. Aus Sicht der Feuerwehr ist die Vorgehensweise bei einer eingeklemmten Person sehr ähnlich, wie bei einer „Patientenorientierten Rettung“, wo das Unfallopfer möglichst schonend herausgeholt wird. Feuerwehrpressesprecher Marvin Asbeck berichtet, dass es in dieser Lage sogar eine Kombination aus beidem war: „Die Notärztin hat schnell festgestellt, dass der Zustand des Fahrers stabil war. Wir konnten daher sehr behutsam vorgehen.“ Allerdings: Durch die eingedrückte Karrosserie war der Fahrer auch eingeklemmt. Glücklicherweise erlitt er dadurch keine zusätzlichen Verletzungen.

Die Polizei hat bisher noch keine Angaben zum Unfallhergang gemacht. Der völlig zerstörte BMW wurde gegen 4 Uhr auf den Abschleppwagen gezogen, danach folgten weitere Maßnahmen zur Spurenerfassung durch die ermittelnden Beamten.

Insgesamt 30 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren an dem Einsatz beteiligt. Glücklicherweise kam es währenddessen kaum zu nennenswerten Vorfällen, wo die Feuerwehr benötigt wurde: „Es wurde nur ein Brandereignis gemeldet, der wurde aber vor unserem Eintreffen bereits gelöscht“, erklärt Asbeck und lobt die Bürgerinnen und Bürger, die sich im Umgang mit Feuerwerkskörpern wohl sehr diszipliniert verhalten hätten. Der Rettungsdienst habe in der Nacht zumindest nicht signifikant mehr zu tun gehabt, als vor der Corona-Zeit. Einen genauen Überblick konnte der Pressesprecher aber zur Stunde noch nicht bieten.

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