Gutes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit

Unabhängigkeit für ein Jahr: MKK vergibt die Stipendien

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Die Märkische Kulturkonferenz übergab die Stipendien.

Iserlohn - Andreas Ehelebe, Katharina Winkler und Heehyun Jeong sind die Namen, die man sich für das kommende Jahr im Märkischen Kreis merken sollte. Es sind die drei jungen Kunstschaffenden, die sich im Wettstreit mit anderen behaupten und die Stipendien der Märkischen Kulturkonferenz (MKK) gewinnen konnten. Je 12.000 Euro sollen ihnen ein Jahr lang eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit für ihre künstlerische Fortentwicklung garantieren.

Im kleinen, aber feinen Rahmen überreichte Detlev Seidel, stellvertretender Vorsitzender der MKK und stellvertretender Landrat, in der Städtischen Galerie Iserlohn die Stipendien, die zum 38. Mal vergeben wurden. „113 Stipendiaten hatten wir schon. Vielen der begabten Künstlern haben wir auf dem Weg nach oben geholfen“, sagte Seidel. 

Das sei ein gutes Beispiel für die funktionierende Zusammenarbeit von Kreis, den Gemeinden und Städten und der Wirtschaft, die insbesondere in Gestalt der Arbeitgeberverbände Iserlohn und Lüdenscheid einen großen Anteil der Förderung trägt. Damit bereichern die Beteiligten seit 38 Jahren auch das kulturelle Leben im Kreis.

Die Chancen stehen gut, dass auch im kommenden Jahr die Stipendiaten in der Region unterwegs sind. Erste Kontakte wurden am Sonntag geknüpft. So von Thomas Grote. Der künstlerische Leiter des Märkischen Jugendsinfonieorchesters zeigte als Sprecher der Musik-Jury zudem, wie kurzweilig eine Laudatio sein kann. Er hatte sein Cello mitgebracht und erläuterte im Gespräch mit dem Stipendiaten Ehelebe die Unterschiede zwischen den Instrumenten und plauderte über Eigenarten rund um den Kontrabass.

Keine Lektüre für einen kuscheligen Abend auf dem Sofa stellte Literatur-Stipendiatin Katharina Winkler vor, die aus ihrem Debüt-Roman „Blauschmuck“ vorlas. Als bildgewaltig und intensiv, dennoch karg und hart beschrieb Jury-Sprecherin Katharina Döring die Sprache des Buches, in dem die gebürtige Österreicherin Winkler das – wahre - Schicksal einer jungen Kurdin vom verliebten Mädchen über die unterdrückte Ehefrau bis zur Emanzipation schildert.

Hinschauen sollte man auch bei den Bildern von Heehyun Jeong. Jury-Sprecher Rouven Lotz berichtete von einer schnellen Entscheidung für die Malerin aus Südkorea. Mit ihren zufällig gesetzten, chaotisch anmutenden Flächenstrukturen schaffe sie eine unabhängige, abstrakte Malerei , die sich selbst genüge und keiner Herleitung bedarf: „Das zeigt eine große künstlerische Reife.“ Preiswürdig eben.

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