Kradfahrer müssen kurz nach Aufklärungsgespräch an Radarfalle vorbei

Tempokontrollen im Hönnetal und in Balve: Premiere für neues Konzept 

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Symbolbild

Balve - Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis hat am Mittwoch zwischen 15 und 19.30 Uhr im Hönnetal erstmals "eine Kombination aus Maßnahmen der Verkehrsunfallprävention und operativen Geschwindigkeitsmessungen" durchgeführt, wie es in einer Pressemitteilung von Donnerstagmorgen heißt. Wie die Bilanz des Einsatzes mit dem Fokus auf motorisierten Zweirädern ausfällt, erfahren Sie hier.

Im Kern lief der Einsatz so ab: Im Bereich Binolen auf der B 515 in Fahrtrichtung Balve wurden Motorradfahrer von Beamten der Verkehrsunfallprävention angehalten und  "in einem lockeren Gespräch" noch einmal auf die besonderen Gefahren informiert. Wenige hundert Meter weiter in der Balver Ortschaft Volkringhausen war eine Tempokontrolle eingerichtet worden.

Erfreuliches Ergebnis: "Die Maßnahmen der Verkehrsunfallprävention wurden unmittelbar in der Wirksamkeit überprüft. Von den Kradfahrern, welche vorbeugend durch die Polizeibeamten angesprochen wurden, fuhr nicht ein einziger zu schnell."

Weniger Zweiräder durch Gewitter und Regenfälle

Allerdings führt die Polizei diese Bilanz auch darauf zurück, "dass wegen der Gewitter und zeitweilig starker Regenfälle das Aufkommen an motorisierten Zweirädern gering war."

Bei einer weiteren in unmittelbarer Nähe eingerichteten Tempokontrolle auf der B 229 in Balve-Beckum sei  jedoch ein Motorradfahrer, der in Richtung Balve unterwegs war, innerhalb der geschlossenen Ortschaft mit 108 statt der erlaubten 50 km/h gemessen worden.

Traurgiger Rekordhalter kommt selbst aus Balve

"Die Polizeibeamten eröffneten dem Kradfahrer, welcher in Balve wohnhaft ist, dass ihm in Kürze einen Bußgeldbescheid in Höhe von 280 Euro zugestellt wird - verbunden mit zwei Monaten Fahrverbot und zwei Punkten im Flensburger Zentralregister", heißt es in der Pressemitteilung.

In Balve-Beckum hätten 1189 Fahrzeuge die Messstelle passiert, 101 Verkehrsteilnehmer waren zu schnell. 94 Übertretungen werden mit einem Verwarnungsgeld geahndet, sieben mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige. "Zu dem bereits angeführten Zweiradfahrer mit festgestellten 108 km/h werden zukünftig zwei Pkw-Führer neben dem Bußgeld einen Monat Fahrverbot erhalten (95 und 94 km/h)", heißt es von der Polizei weiter.

Kontrollen werden fortgesetzt

Die Tempokontrollstelle an der B 515 im Hönnetal passierten 1923 Fahrzeuge - hier waren 142 Verkehrsteilnehmer so zügig unterwegs, "dass sie in naher Zukunft ein Verwarnungsgeld entrichten müssen. Weitere drei Pkw-Führer erhalten in den nächsten Tagen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige, da sie deutlich zu schnell waren. Der auffälligste Pkw-Führer wurde mit 89 km/h innerhalb der geschlossenen Ortschaft gemessen (160 Euro Bußgeld, ein Monat Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg)", so die Polizei.

Der Verkehrsdienst der Polizei im Märkischen Kreis werde weitere Kontrollen von motorisierten Zweirädern, bei denen auch generell das Geschwindigkeitsverhalten überprüft wird, "in der beschriebenen Konzeption durchführen", heißt es abschließend. - eB

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