Diese Tipps gibt die echte Polizei

Warnung: Falscher Polizist ruft mit echtem Polizisten-Namen an

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Märkischer Kreis - Falsche Polizisten am Telefon - eine Betrugsmasche, die im Märkischen Kreis längst nicht mehr neu ist. Doch die Art und Weise, wie ein 75-Jähriger am Dienstagmorgen zum Betrugsopfer gemacht werden sollte, birgt "eine ganz andere Qualität", betont die Polizei.

Dienstagmorgen: Eine unbekannte Person meldet sich telefonisch bei der Polizei. Sie sei Opfer eines Betruges geworden und möchte den Betrugs-Sachbearbeiter der Behörde sprechen. Er wird durchgestellt. 

Der Sachbearbeiter der Direktion Kriminalität meldet sich wie selbstverständlich mit seinem Namen. Der Anrufer hakt noch einmal nach. Er habe den Namen nicht richtig verstanden. 

Ein schnelles Ende des Telefonats

Als der Beamte am anderen Ende der Leitung seinen Namen wiederholt, ist das Gespräch beendet. Das vermeintliche Betrugsopfer hat aufgelegt. 

Wenige Minuten später wird der Polizei klar, welchen Hintergrund dieser ominöse Anruf gehabt haben dürfte. Denn kurze Zeit nach dem Telefonat meldet sich ein 75-jähriger Iserlohner bei der Behörde. 

Diesen Hintergrund hatte der ominöse Anruf

Er habe gerade einen Anruf eines Betrugs-Sachbearbeiters der Polizei entgegengenommen. Der Name stimmt mit dem überein, der im ominösen Telefonat von vor wenigen Minuten zweimal genannt wurde. Es ist der Name des echten Sachbearbeiters. Doch der hat den 75-Jährigen keineswegs angerufen. Der Senior wurde von einem Betrüger angerufen. 

"Glücklicherweise hat der Iserlohner bemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt", erklärt Marcel Dilling, Pressesprecher der Polizei des Märkischen Kreises. Das Telefonat wurde beendet, die echte Polizei verständigt. 

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Betrüger mit weiteren Anrufen im Märkischen Kreis versuchen wird, Geld zu erbeuten. 

Daher appelliert die Polizei:

  • "Die Polizei ruft nicht unter einer sichtbaren Rufnummer - Vorwahl der Stadt und dann 110 z.B. 02371 110 an!" 
  • "Die Polizei holt keine Wertgegenstände, Aktien und vor allem kein Bargeld ab!" 
  • "Die Polizei erfragt am Telefon keine persönlichen Auskünfte wie PIN, Bargeldverhältnisse und Auskünfte über Schmuck und Wertgegenstände!" 
  • "Bleiben Sie misstrauisch und rufen Sie bei den geringsten Zweifeln die Polizei unter der Notrufnummer 110 an!" 
  • "Sollten Sie Seniorinnen und Senioren in ihrem persönlichen Umfeld, unter Freunden, Bekannten und Verwandten haben, sprechen und warnen Sie diese vor "falschen Polizisten" und deren Betrugsmasche."

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