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Tarif erhöht: So teuer wird das Taxifahren im MK

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Märkischer Kreis  - Das Taxifahren im Märkischen Kreis wird teurer. Allerdings wird der Preisanstieg  nicht so hoch ausfallen, wie es der Verband des privaten gewerblichen Straßenpersonenverkehrs Nordrhein-Westfalen beantragt hatte. Die Politiker stimmten im Kreisausschuss einstimmig der Verwaltungsvorlage zu. Nun ist der Kreistag am Zug.

Der Kreisausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag den Weg frei gemacht für eine Erhöhung des Tarifs für die im Märkischen Kreis zugelassenen Taxen. Die Mitglieder stimmten einstimmig für die von der Verwaltung vorgelegte Fassung des neuen Tarifs. Wenn der Kreistag dieses Votum in seiner nächsten Sitzung am kommenden Donnerstag ab 16 Uhr im Kreishaus bestätigt, tritt die neue Tarifordnung am 1. Juli in Kraft.

Der Verband des privaten gewerblichen Straßenpersonenverkehrs Nordrhein-Westfalen hatte eine Erhöhung der Tarife für die ihm angeschlossenen Unternehmen beim Märkischen Kreis beantragt. Allerdings liegen die von der Verwaltung vorgelegten Tarife in den meisten Kategorien unter den beantragten Erhöhungen. 

Zeitraum

Grundgebühr Tag (Nacht)

Anfahrt/km Tag (Nacht)

km-Gebühr Tag (Nacht)

Wartezeit

ab 15.1.2000

4,50 DM (4,90 DM)

1,25 DM (1,35 DM)

2,50 DM (2,70 DM)

45 DM/h

ab 1.1.2002

2,30 Euro (2,50 Euro)

0,64 Euro (0,69 Euro)

1,28 Euro (1,38 Euro)

23 Euro/h

ab 15.1.2005

2,50 Euro (2,70 Euro)

0,70 Euro (0,75 Euro)

1,40 Euro (1,50 Euro)

25 Euro/h

ab 15.4.2008

2,50 Euro (2,80 Euro)

0,75 Euro (0,80 Euro)

1,50 Euro (1,60 Euro)

27 Euro/h

ab 1.12.2012

2,70 Euro (3,00 Euro)

0,80 Euro (0,85 Euro)

1,60 Euro (1,70 Euro)

28,50 Euro/h

ab 1.1.2015

3,20 Euro (3,50 Euro)

0,90 Euro (0,95 Euro)

1,80 Euro (1,90 Euro)

33 Euro/h

vom Verband

beantragt

3,50 Euro (3,80 Euro)

1,00 Euro (1,05 Euro)

2,00 Euro (2,10 Euro)

36 Euro/h

Verwaltungsvorschlag
(ab 1.7. 2019)

3,50 Euro (3,80 Euro)

0,95 Euro (1,00 Euro)

1,90 Euro (2,00 Euro)

35Euro/h

Lediglich bei der Grundgebühr und der daran gekoppelten Gebühr für die Rücknahme des Fahrgastauftrags sind Antrag und Vorschlag identisch.

Begründet wurde der Antrag mit Kostensteigerungen vor allem durch die Anhebung des Mindestlohns zum 1. Januar 2019 und noch einmal zum 1. Januar 2020 sowie durch Mehrkosten für Taxameter, Fahrzeuganschaffungen und weitere für das Gewerbe relevante Bereiche.

Bevor die Verwaltung ihren Vorschlag zur Tarifanpassung erarbeitet hat, wurden sowohl die SIHK als auch die beteiligten Städte und Gemeinden dazu gehört. Lediglich aus Schalksmühle waren Bedenken gekommen, dass die Erhöhung den Fahrgästen nicht zugemutet werden könne und den kleinen Unternehmen, die vorwiegend in der Volmekommune unterwegs sind, eher schade. Die SIHK trage die Anpassung zwar in vollem Umfang mit, rechne aber auch damit, dass die Preiserhöhung zu einem Rückgang der Fahrgastzahlen führe, teilt die Kreisverwaltung in ihrer Vorlage mit.

Einen weiteren Antrag des VSPV, künftige Tarifänderungen im Taxigewerbe an die Preisentwicklung im Öffentlichen Personennahverkehr zu koppeln, lehnte der Kreisausschuss auf Vorschlag der Verwaltung ab. Dem Argument, dass sich Kostensteigerungen im ÖPNV und im Taxigewerbe parallel entwickeln, folgte die Beschlussvorlage nicht, vielmehr wird betont, dass „von einer gleichen Kostenentwicklung nicht die Rede sein“ könne.

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