Tagung in Werdohl: Bürgermeister kritisieren die Bahn

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13 der 15 Bürgermeister aus dem Märkischen Kreis und Landrat Thomas Gemke trafen sich gestern Morgen zu Beratungen im Werdohler Rathaus. 

Werdohl - Die Bürgermeister der 15 Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis und Landrat Thomas Gemke sind verärgert über die Deutsche Bahn. Das wurde deutlich, als sich die Stadtoberhäupter und der Kreistagsvorsitzende gestern zu einer turnusmäßigen Sitzung im Werdohler Rathaus trafen.

Auf der Tagesordnung stand unter anderem das Vorhaben der Deutschen Bahn, den ICE Köln-Berlin aufgrund von Bauarbeiten vorübergehend nicht in Hagen halten zu lassen. Zwischen März und Oktober 2019 sollen an drei Brücken im Raum Bielefeld Erneuerungsarbeiten durchgeführt werden. Dadurch entstehende Verzögerungen sollen durch den Wegfall des Halts in Hagen wieder aufgeholt werden. 

Damit sind die MK-Bürgermeister aber überhaupt nicht einverstanden. „Wir können nicht verstehen, warum der Zeitverlust, der durch eine weit entfernte Baustelle entsteht, ausgerechnet in Hagen wieder ausgeglichen werden soll“, gab Werdohls Bürgermeisterin Silvia Voßloh das Meinungsbild wieder. Es sei nicht einzusehen, dass die Region Märkischer Kreis/Hagen das ausbaden solle. „Wir werden dadurch regelrecht vom Rest des Landes abgeschnitten“, sagte Voßloh. 

Alle anwesenden Bürgermeister unterzeichneten ein entsprechendes Protestschreiben an die Deutsche Bahn. Lediglich Antonius Wiesemann (Neuenrade) und Michael Brosch (Halver) konnten ihre Unterschrift nicht darunter setzen, weil sie nicht an der Konferenz teilnehmen konnten. „Sie werden das aber nachholen“, versicherte Voßloh. 

Werdohls Bürgermeisterin war übrigens zum ersten Mal in ihrer Amtszeit Gastgeberin der vier Mal jährlich stattfinden Bürgermeisterkonferenz. „Es war ein gutes Gefühl“, sagte sie anschließend

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