Urabstimmung: 76 Prozent für Verhandlungsergebnis

Streik bei Enervie beendet

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Die Mitarbeiter von Mark-E und Enervie-Vernetzt haben in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit den Vorschlag von Gewerkschaft und Arbeitgeber angenommen.

Märkischer Kreis - Der Streik beim heimischen Energieversorger Enervie ist seit Montagmittag offiziell beendet.

Nach Angaben des Verdi-Verhandlungsführers Jörg Koburg entschieden sich in der Urabstimmung 76 Prozent der rund 800 Beschäftigten von Mark-E und Enervie-Vernetzt für den von Gewerkschaft und Arbeitgeber ausgehandelten Tarifvorschlag.

Die Stadtwerke Lüdenscheid sind von dem Ergebnis nicht betroffen. Für sie gilt der Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD). In dieser Sparte hatten sich die zuständigen Partner im April auf ein durchschnittliches Lohnplus von 7,5 Prozent geeinigt. Dagegen erhalten die Mitarbeiter von Mark-E und Enervie-Vernetzt bis Ende 2020 sechs Prozent mehr Lohn. 

Im Einzelnen werden nach der jetzt gültigen Vereinbarung drei Prozent rückwirkend zum 1. April gewährt. Jeweils 1,5 Prozent werden zu Beginn des nächsten sowie des übernächsten Jahres fällig. „Viele von uns hätten sich gerne mehr gewünscht, aber man muss in dieser Situation auch berücksichtigen, dass es dem Unternehmen zwar schon besser geht, es sich aber noch auf dem ansteigenden Teil des Berges befindet“, sagte gestern Verdi-Verhandlungsführer Jörg Koburg, „Die Gesamtlage ist noch nicht so gut wie in vergleichbaren Betrieben dieser Branche.“

Deshalb könnten beide Seiten mit dem ausgehandelten Ergebnis zufrieden sein. Gegenüber der zunächst von der Arbeitgeberseite angeboten Einmalzahlung in Höhe von 1000 Euro sei die jetzt vereinbarte lineare Erhöhung mit insgesamt sechs Prozent ein Fortschritt für alle Arbeitnehmer. Koburg rief in Erinnerung, dass die Belegschaft zwei Jahre lang auf Lohnerhöhungen verzichtet und dazu beigetragen habe, das finanziell angeschlagene Unternehmen zu retten.

Enervie-Pressesprecher Uwe Reuter sagte: „Das Ergebnis wird angesichts der Gesamtsituation seitens des Arbeitgebers als vertretbar bewertet, stellt aber auch eine wirtschaftliche Herausforderung für die kommenden Jahre dar.“

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