Feuerwehrmann stürzt vom Garagendach / Frau (57) erleidet Rauchgasvergiftung

Wohnhausbrand in Menden-Schwitten: Polizei ermittelt zur Ursache

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[Update 13.08 Uhr] Menden - Im nördlichen Mendener Stadtteil Schwitten ist die Feuerwehr am Montagabend zu einem Gebäudebrand in einem Wohngebiet ausgerückt. Der Alarm ging kurz vor 19 Uhr ein. Das Feuer war vermeintlich zügig unter Kontrolle, dann aber gab es erneut eine starke Rauchentwicklung und beinahe eine Durchzündung im Dachbereich.

Ein Feuerwehrmann, der im Einsatz von einem Garagendach stürzte und sich am Arm verletzte, sowie eine Frau (57), die sich im Haus aufgehalten hatte und mutmaßlich eine Rauchgasvergiftung erlitt, wurden ins Krankenhaus gebracht. 

Während der Löscharbeiten musste ein weiterer Feuerwehrmann mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt werden. Beide Feuerwehrkräfte konnten das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung am gleichen Abend wieder verlassen.

Nach Informationen aus der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Märkischen Kreises in Lüdenscheid war an der Straße Dreischerkamp in Menden-Schwitten in einem Wohnhaus aus noch unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Der Alarm ging um 18.44 Uhr ein.

Die Polizei sperrte die Straße und hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Angaben zur Brandursache und der Höhe des entstandenen Sachschadens sind am Dienstagmorgen noch nicht möglich.

Zunächst galten vor Ort zwei Personen und ein Hund als vermisst. "Eine Person haben wir aus dem Haus gerettet und an den Rettungsdienst übergeben, der Hund hatte sich bereits selbst ins Freie gerettet und war weggelaufen. Der Hund wurde eingefangen. Die zweite vermisste Person befand sich offenbar gar nicht im Haus, das gründlich von oben bis unten abgesucht worden ist", sagte eine Sprecherin der Mendener Feuerwehr im ersten Gespräch mit unserer Redaktion.

Dabei soll es sich um den Lebensgefährten der 57-Jährigen handeln.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Bösperde, Schwitten und Halingen (Löschzug Nord) waren per Sirenenalarm zum Einsatz gerufen worden, außerdem wurde der Löschzug Menden-Mitte nachalarmiert. Insgesamt 90 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Weil parallel ein zweiter Einsatz stattfand, der sich als Fehlalarm entpuppte, waren zunächst vor allem Freiwillige Feuerwehrkräfte vor Ort. Die brachten den eigentlichen Brand unter schwerem Atemschutz schnell unter Kontrolle. 

Anschließend fanden zunächst noch Lüftungsmaßnahmen statt, außerdem wurde nach möglichen Glutnestern gesucht. Und tatsächlich fachte das Feuer noch einmal neu auf, die Rauchentwicklung war rund eineinhalb Stunden nach Einsatzbeginn wieder beträchtlich, so dass die Wehrleute wieder nachlöschen mussten.

"Der Dachbereich stand kurz vor der Durchzündung, weil sich dort heiße Rauchgase gesammelt hatten. Zum Glück waren wir noch vor Ort und konnten das Durchzünden durch schnelles Eingreifen verhindern", sagte ein Feuerwehrsprecher am späteren Abend.

Mit Drehleiter und Rettungssäge wurde das Dach geöffnet, damit die Rauchgase abziehen konnten. "Jetzt müssen wir das Feuer endgültig auskriegen. Es wäre fatal, wenn wir abrücken und dann entwickelt sich wieder etwas", so der Sprecher.

Der Einsatz dauerte bis in die Nacht über insgesamt elf Stunden an. Die nächtliche Brandwache übernahm die Löschgruppe Oesbern.

Während des laufenden Einsatzes in Schwitten löste am Montagabend um 22.18 Uhr die Brandmeldeanlage eines Betriebes auf Platte Heide an der Bismarckstraße aus. 

"Die hauptamtliche Wache, freie Kräfte des Löschzuges Mitte und die Löschgruppen Lendringsen löschten hier eine brennende Heizungsanlage. Dazu musste diese teilweise demontiert werden. Ein größerer Schaden blieb aus, verletzt wurde niemand", so die Feuerwehr Menden.

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