Agentur für Arbeit verzeichnet mehr Teilnehmer als erwartet

Sprachkurse für 1154 Flüchtlinge

Agenturchefin Karin Käppel ist mit der Resonanz sehr zufrieden.

Märkischer Kreis  - Es war eine einmalige Nothilfe, aber für Karin Käppel, Chefin der Agentur für Arbeit im Märkischen Kreis, ist sie mehr als nur eine flüchtige Episode: 1154 Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive haben im vergangenen Jahr an den angebotenen Sprachkursen teilgenommen.

Es waren letztlich weit mehr Teilnehmer als zunächst gedacht. „Durch die hohe Nachfrage zeigt sich das große Interesse der Menschen an der deutschen Sprache und lässt erkennen, dass der erste Schritt in Richtung Integration erfolgt ist. Im Anschluss an die Kurse laden unsere Flüchtlings-Vermittler die Teilnehmer ein, um die weiteren Schritte zu besprechen. Der Weg in Arbeit erfolgt meist nicht unmittelbar, aber der Grundstein ist auf jeden Fall gelegt“, sagt Käppel. Ein paar Eckdaten zu den Absolventen: 66 Prozent der Teilnehmer kamen aus Syrien, 16 Prozent aus dem Irak und jeweils neun Prozent aus Eritrea und aus dem Iran. 41 Prozent der „Schüler“ waren jünger als 25 Jahre und 82 Prozent waren männlich. Bundesweit wurde zunächst mit 100 000 Interessenten gerechnet, tatsächlich kamen 222 282 Interessenten. „Dieses Verhältnis spiegelt sich in etwa auch im Märkischen Kreis wider“, so Lena Draxler, Agentur-Sprecherin für den Märkischen Kreis. Angeboten wurden die Kurse von zertifizierten Trägern in der gesamten Region – zum Beispiel von den Volkshochschulen oder der Awo. „Wir haben eine Vielzahl an Bildungsträgern an den verschiedensten Standorten im Märkischen Kreis gefunden, die diese Deutschkurse für die Agentur durchgeführt haben.“

Die Aktion geht zurück auf eine Entscheidung des Verwaltungsrates der Bundesagentur im Herbst vergangenen Jahres. Die Finanzierung erfolgte einmalig aus Beitragsmitteln zur Arbeitslosenversicherung. „Eine Schlussabrechnung aller Träger liegt für unseren Bereich aber noch nicht vor“, so Draxler. „Unabhängig davon stehen wie gewohnt die Zuschüsse für alle anderen Personenkreise zur Verfügung.“

In diesem Jahr wird das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge seine Integrations- und berufsbezogenen Sprachkurse ausbauen. Dafür wurden die Geldmittel aus dem Bundeshaushalt bereits deutlich aufgestockt.

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