John Göddertz neuer Chefarzt für die Fuß- und Sprunggelenkchirurgie

Sportklinik Hellersen verstärkt ihre Spezialisierung

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Chefarzt John Göddertz und Sportklinik-Vorstand Wiebke Schandelle blicken optimistisch in die Zukunft.

Lüdenscheid - Die Sportklinik in Lüdenscheid-Hellersen hat den „wirtschaftlichen Dreh“ geschafft. Vorstand Wiebke Schandelle erklärt nach einem „nicht so guten Abschluss 2015“ die Phase der Hiobsbotschaften für überwunden. Das vergangene Jahr endete fast mit einer „schwarzen Null“. Mit der Optimierung interner Prozesse gehe es weiter voran. „Wir blicken optimistisch in die Zukunft.“

Für diese Strategie sei die neu geschaffene Abteilung für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie ein passgenauer Meilenstein. Seit dem 1. Januar ist John Göddertz Chefarzt dieses Bereichs. Der 45-Jährige, der schon seit drei Jahren als Arzt in der Abteilung Endoprothetik und Fußchirurgie in der Sportklinik praktiziert, zielt mit seinem Angebot auch auf eine ganz neue Klientel: die Kinder.

Auf drei Säulen stützen sich seine medizinischen Versorgungsfelder. Eine davon ist die Behandlung von Plattfüßen. „Vor 20 Jahren hat keiner auf diese hochgradigen Fehlstellungen geachtet“, erklärt Göddertz. Für Kinder stehen minimal-invasive Operationsverfahren zur Verfügung. „Schon ein kurzer Eingriff führt zu einem geraden Fuß.“ Bei Erwachsenen kommen gelenkerhaltende und bei schweren Ausprägungen gelenkversteifende Techniken zum Einsatz. „Derartige OP-Verfahren kennen viele nicht“, weiß Göddertz.

„Resorbierende Implantate“, unter anderem aus Magnesium, werden vom Körper biologisch abgebaut, wenn sie ihre Aufgaben erfüllt haben. Die zweite Säule ersetzt die herkömmlichen Platten, Schrauben und Nägel. Die Knochenheilung erfolgt schonender, der Patient wird mit einem Spezialschuh, aber ohne Krücken, mobilisiert.

Gelenk- und Sehnenverschleiß machen nicht nur Spitzensportlern zu schaffen. Mit der ACP-Therapie heilt sich der Patient praktisch selbst. Aus abgenommenem Blut werden die Wachstumsfaktoren herausgefiltert und an die Stellen eingespritzt, wo sie gebraucht werden. „Schnelle und schonende Rehabilitation sind die Vorteile“, erklärt Göddertz. Der Nachteil: Die Kasse zahlt für dieses Verfahren (noch) nicht.

Für Wiebke Schandelle ist die stärkere Spezialisierung mit eigener Abteilung ein „Zeichen für die Zukunftsorientierung der Sportklinik“.

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