So viel kostet es ab dem 1. August

Sozialticket der MVG wird deutlich teurer

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Das Sozialticket der MVG kostet ab August 30 (Stadt) beziehungsweise 40 Euro (Kreisvariante)

Märkischer Kreis – Am 1. August wird das Sozialticket der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) teurer: Der Monatspreis für die Stadtkarte steigt von 25 auf 30 Euro, der Fahrschein für den gesamten Kreis steigt ebenfalls um fünf auf dann 40 Euro.

Im April vergangenen Jahres hatte der Kreis diese Monatskarte unter dem Produktnamen „Mobilitätsticket“ eingeführt. 

Die Preisanhebung teilte Stefan Janning, Prokurist und Bereichsleiter Angebot, Tarif und Vertrieb, im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr des Kreises mit. 

Der Preissprung stieß allein bei Josef Fillipek (Die Linke) auf entschiedene Kritik. „Wir diskutieren hier seit Jahren über die Einführung eines solchen Mobilitätstickets und dann wird uns im Ausschuss eine Tarifsteigerung um bis zu 20 Prozent lediglich zur Kenntnis gegeben. Nur bei diesem Fahrgastangebot der MVG erreichen wir ein Plus. Warum dann diese Verteuerung?“ 

Über den Tarif entscheide allein der Aufsichtsrat, erwiderte Kreiskämmerer Fritz Heer. Das sei mit der Einführung des Sozialtickets auch seinerzeit so vom Kreistag beschlossen worden. 

Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr erzielte die Märkische Verkehrsgesellschaft ein Plus in Höhe von 43000 Euro. Damit blieb das Ergebnis deutlich hinter den Erwartungen zurück, die sich bei rund zwei Millionen Euro bewegten. Denn viele Anspruchsberechtigte, darunter Hartz-IV-, Sozial- und Wohngeld-Bezieher sowie Asylbewerber, waren vom Normaltarif auf die preiswertere Variante umgeschwenkt.

Solche internen Erlöseinbrüche werden mit „Kannibalisierungseffekt“ umschrieben. Der beträgt nach der MVG-Prognose zwei Millionen Euro pro Jahr. Für dieses Jahr erwarten die Verkehrsexperten wegen eines gestiegenen Betriebsaufwandes und des Ausgleichs an andere Verkehrsunternehmen einen Erlös von rund 20500, im kommenden Jahr durch die Preissteigerung 158000 Euro.

Das Plus, so der Hinweis im Ausschuss, ergebe sich allein durch den Landeszuschuss von 785.000 Euro.

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