Brandstiftungen, Zwangseinweisungen, Falschgeld-Fund, Randale und das hier:

Skrupellose Schrottdiebe fahren Firmenchef (55) in Menden fast über den Haufen

+
Reihenweise wurden in Menden Autoscheiben zerdeppert. Dabei war der Sachschaden immer deutlich höher als die Beute.

Brandstiftungen, Angriff von Schrottdieben auf einen Firmenchef, gleich zwei Zwangseinweisungen von psychisch auffälligen Personen, dazu Schlägereien, Falschgeld-Entdeckung auf dem Weihnachtsmarkt und Randale im Bereich des Schulzentrums: In Menden war am vergangenen Wochenende für die Polizei enorm viel zu tun. Wir fassen etliche Vorkommnisse hier im "Hönnestädter Blaulicht-Report" zusammen.

Brandstiftungen in Menden

An Samstag zündete nach Polizeiangaben ein Unbekannter in der Straße Am Abbabach in Ostsümmern einen Haufen Äste an, wobei dieses Feuer beinahe auf den nahen Wald übergesprungen wäre.

"Als die Feuerwehr kurz vor 23 Uhr eintraf, schlugen die Flammen bereits etwa drei Meter hoch. Direkt an dem Haufen parkten drei Pkw", so die Polizei, die damit zum Ausdruck brachte, das hier durchaus erheblicher Sachschaden hätte entstehen können.

Am Sonntag um 20.53 Uhr rückte die Feuerwehr zur Von-Lilien-Straße aus, wo ein Kleidercontainer brannte. Der Schaden liegt bei 500 Euro.

Erwischte Schrottdiebe ohne Skrupel

Am Sonntagnachmittag erwischte ein Firmeninhaber an der Westtangente Schrottdiebe auf frischer Tat. "Als er die Unbekannten anspricht, springen die ins Auto und fahren los. Sie lassen sich auch nicht ausbremsen, als der Bestohlene sich vor den silbernen Lkw stellt. 

Nur durch einen Sprung an die Seite kann sich der 55-Jährige retten. Der Wagen erwischt den Mann dennoch und verletzt ihn am Rücken. Die Polizei ermittelt wegen eines räuberischen Diebstahls", so die Polizei zu den filmreifen Szenen.

Schlägereien in der Innenstadt

Die Polizei musste am Sonntag um 2.40 Uhr zu einer Schlägerei in einer Imbissstube an der Bahnhofstraße ausrücken. Als die Polizeistreifen eintrafen, hatten sich die Gemüter bereits wieder etwas beruhigt, aber der Streit ging verbal vor dem Imbiss weiter. 

Die Polizei schrieb Anzeigen wegen gegenseitiger Körperverletzung und Sachbeschädigung gegen drei 28, 29 und 31-jährige Mendener. In dem Imbiss war ein Tisch zu Bruch gegangen. Die Polizei sprach Platzverweise für die gesamte Innenstadt aus. 

Dem folgten offenbar nur zwei der Beteiligten. Denn eine halbe Stunde später flogen die Fäuste des 28-jährigen vor einer anderen Gastwirtschaft im Bereich Bahnhofstraße/Südwall.

Mehrere Personen wurden verletzt. Ein Mann musste im Krankenhaus behandelt werden. Diesmal mussten der 28-Jährige und ein weiterer 25-jähriger Tatverdächtiger, der bereits in den Streit zuvor verwickelt war, mitkommen zur Polizeiwache nach Iserlohn. Dort konnten sie ihren Rausch ausschlafen. Die Polizei schrieb erneut Anzeigen wegen Körperverletzung.

Statt in der gewünschten Kneipe landete ein 40-jähriger Mendener am späten Samstagabend im Gewahrsam der Polizei. Gegen 22.50 Uhr rückte die Polizei zum ersten Male in der Baustraße an. Der Gastwirt hatte einen 40-jährigen Gast rausgeschmissen, weil dieser aggressiv Gäste angemacht hatte. 

Als die Streife eintraf, stand der verwiesene und stark alkoholisierte Mann immer noch vor der Kneipe und machte Passanten an. Die Polizei erteilte einen Platzverweis und drohte Konsequenzen an.

Die mussten dann eine halbe Stunde später, beim zweiten Polizeieinsatz, umgesetzt werden. Zur Verhinderung weiterer Straftaten transportierte die Streife den Mann ins Gewahrsam nach Iserlohn, wo er seinen Rausch ausschlafen konnte.

Falschgeld in Umlauf gebracht

Zwei junge Unbekannte im Alter zwischen 16 und 20 Jahren, die nur gebrochen Deutsch sprachen, versuchten nach Polizeiangaben am Sonntagnachmittagm auf dem "Mendener Winter" Falschgeld gegen echte Scheine zu tauschen. Mit einer Blüte sei der Tausch gelungen. 

"Gegen 17.50 Uhr kamen die beiden Täter zum ersten Male an einen Weihnachtsmarktstand, um einen Zehn-Euro-Schein gegen zwei Fünf-Euro-Scheine zu tauschen. Dass der Zehner falsch war, hatte der Verkäufer zu diesem Zeitpunkt noch nicht bemerkt. 

Kurze Zeit kamen die beiden Männer wieder und wollten diesmal fünf Zehner gegen einen Fünfziger tauschen. Diesmal bemerkte der Verkäufer die Fälschungen, worauf die Männer flüchteten", so die Ermittler zum Hergang.

Zwangseinweisungen angeordnet

Am Sonntag mussten Polizeibeamten bei einem Streit am Gemeindehaus der Zeugen Jehovas am Grüner Weg eingreifen. "Eine Frau hatte zum wiederholten Male Müll auf das Grundstück geschmissen. Als sie zur Rede gestellt wurde, ging sie auf die Männer los. 

Als die Polizei eintraf, hatten die Zeugen die Frau auf dem Boden fixiert. Die Frau beruhigte sich erst, nachdem die Polizei die 36-Jährige in Handschellen auf die Wache gebracht hatte. Das Ordnungsamt und ein Arzt ordneten eine Zwangseinweisung in eine Klinik an", so die Polizei.

Am Sonntagmorgen gegen 6.40 Uhr wurden die Bewohner eines Hauses am Hellufer zwischen Platte Heide und Ostsümmern unsanft geweckt: "Auf einem Vordach stand ein Mann mit einem großen Stein in der Hand", so die Polizei.

Und weiter: "Der Mann ohne Schuhe an den Füßen warf immer wieder Steine gegen Haus- und Autoscheiben, schrie um Hilfe, redete unsinnige Sachen und blutete. Auf die Aufforderung der eintreffenden Polizeibeamten legte er den Stein weg, schrie aber weiter. Die Polizeibeamten fixierten ihn mit Handfesseln. 

Auf der Polizeiwache wurde der 33-jährige Mendener erstversorgt. Das Ordnungsamt ordnete eine Zwangseinweisung an. Ob er für weitere zerdepperte Autoscheiben verantwortlich ist, kann die Polizei noch nicht sagen."

Reihenweise Pkw aufgebrochen

Nach einer Reihe von zerstochenen Autoreifen vor einer Woche wurden in den vergangenen Tagen Autoscheiben in Menden zertrümmert. Unbekannte zerschlugen demnach in den meisten Fällen Beifahrertürscheiben und durchwühlten die Fahrzeuge. Mehrmals erbeuteten sie nur etwas Kleingeld.

Hier lagen die Tatorte - diese Autos wurde angegangen:

  • Untere Promenade, Carport an der Volkshochschule (silberner Golf Sportsvan)
  • Feldstraße (weißer Ford Fiesta und grauer VW Lupo)
  • Pater-Kolbe-Straße (blauer Opel Meriva)
  • Bismarckstraße (blauer Polo)
  • Friedrichstraße (schwarzer Seat Ibiza)
  • Wilhelmstraße (roter VW Transporter)

Randale an der Gesamtschule

Am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr wurde eine Bierflasche gegen eine Scheibe eines Nebengebäudes der Gesamtschule an der Windthorststraße geworfen. Eine große Fensterscheibe zersplitterte. Zeugen beobachteten zwei weglaufende, etwa 20-jährige, dunkel gekleidete Männer mit Taschenlampen. 

Bei einer sofort eingeleiteten Nahbereichsfahndung konnten zwei Personen angetroffen werden, auf welche die Beschreibung passt. Die Ermittlungen laufen - auch dazu, ob die Männer für weitere Randale auf dem Schulgelände verantwortlich sind.

Denn Unbekannte schoben hier auch noch einen Zaun weg, um an einen Hubsteiger zu gelangen, der dort für Dacharbeiten postiert war. "Der Hubsteiger wurde mit einem Betonstandfuß beworfen. Diverse Bedienungselemente sowie Hydraulikschläuche gingen kaputt, so dass Öl auf den Schulhof floss. Außerdem kletterten die Unbekannten über ein Baugerüst auf das Dach der Schule und beschädigten eine Abdeckung aus Zink", so die Polizei. - eB

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare