Hubschrauber steht fast eine Stunde lang über Mendener Ortsteil Platte Heide

Seniorin (83) im Schlafanzug in die eisige Nacht verschwunden: "Hummel 6" findet sie dank Wärmebildkamera

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Im Garten dieses Mehrfamilienhauses im Veilchenweg machte die Besatzung von "Hummel 6" die vermisste Seniorin um 7.15 Uhr aus.

[Update 12.37 Uhr] Menden - Fast eine Stunde lang ist am frühen Montagmorgen Hubschrauber "Hummel 6" über dem Mendener Ortsteil Platte Heide gekreist, hat mit Wärmebildkamera und Suchscheinwerfer Kräfte der Polizei am Boden unterstützt. Grund: Aus dem Seniorenheim "Jochen-Klepper-Haus" am Veilchenweg war bei Minusgraden eine nur mit einem Schlafanzug und Pantoffeln bekleidete Bewohnerin verschwunden. Um 7.15 Uhr die ersehnte Meldung: Die Frau wurde gefunden - im Veilchenweg selbst.

"Wärmequelle entdeckt" lautete um Punkt 7.15 Uhr die Meldung aus dem Hubschrauber "Hummel 6" aus Dortmund - sofort eilten Rettungskräfte zu jenem Haus im Veiechenweg und fanden die massiv unterkühlte 83-jährige Frau, die mit einem Rettungswagen ins Mendener St. Vincenz-Krankenhaus gebracht wurde, unweit des Seniorenheimes.

Die Frau wurde im Garten eines Wohnhauses nur etwa 200 Meter vom Seniorenheim entfernt gefunden und zur Straße gebracht.

"Hummel 6" ist in Dortmund am Flughafen stationiert. Der Polizeihubschrauber ist mit Wärmebildkamera ausgestattet (Symbolbild).

Die Meldung über die Vermisste war gegen 5 Uhr bei der Polizei eingegangen. Zuletzt war die Seniorin nachts um 1 Uhr im Seniorenheim gesehen worden, wie ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis auf Anfrage erklärte. Um 3.45 Uhr war entdeckt worden, dass die Bewohnerin verschwunden war.

Nachdem von Mitarbeitern entdeckt worden war, dass sich die Frau nicht mehr in ihrem Zimmer aufhielt, war von der Belegschaft zunächst einmal das gesamte Haus durchsucht worden.

Hubschrauber um 6.20 Uhr eingetroffen

Als der Verdacht schließlich immer konkreter wurde, dass die 83-Jährige mutmaßlich sehr leicht bekleidet in die Kälte verschwunden sein dürfte, wurde seitens der Polizei sofort "Hummel 6" alarmiert und traf gegen 6.20 Uhr ein.

Fortan veränderte der Hubschauber immer wieder seine Position - um dann am Ende etwa 55 Minuten später die Gesuchte zu entdecken. Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass die Frau sich nicht die gesamte Zeit dort aufgehalten hatte, sondern zu Fuß durch den Ortsteil unterwegs gewesen war.

Am Flughafen Dortmund stationiert

Wie schwer die erlittenen Unterkühlungen sind und ob die Frau ansonsten Verletzungen erlitt, ist noch nicht klar.

Der Eurocopter "Hummel 6" der NRW-Landespolizei ist am Flughafen Dortmund stationiert.

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