Mindestens 300.000 Euro Schaden

Nach Großbrand in Iserlohner Innenstadt: Vermisste Person am Telefon

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[Update] Iserlohn - Nach dem Großbrand in der Iserlohner Innenstadt hat die Polizei Gewissheit: In den Trümmern des Wohn- und Geschäftshaus an der Stahlschmiede liegt keine Person mehr. 

Die Polizei hatte am Mittwoch zunächst nicht ausschließen können, dass sich noch ein Mensch in den Trümmern des Dachgeschosses befindet, und daher Spür- und Leichenhund geordert. Zu deren Einsatz kam es jedoch nicht, da das Gebäude akut einsturzgefährdet war und noch immer ist.

Gewissheit, dass niemand ums Leben gekommen war, bekam die Polizei später, nachdem sie telefonischen Kontakt zu dem seit Mitternacht vermissten Mann hatte. Er war Gast des Mieters, der selber zum Zeitpunkt des Feuers nicht im Gebäude war.

Nach Angaben von Polizeisprecher Dietmar Boronowski ist das Feuer im Dachgeschoss des Hauses an der Stahlschmiede 8 ausgebrochen, vermutlich im Küchenbereich. Die Brandexperten ermitteln. Für den Donnerstag wurde ein Statiker erwartet, der das Gebäude untersuchen soll.

Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 300.000 Euro.

Das ist in der Nacht passiert

Im Dachgeschoss des Gebäudes an der Stahlschmiede in der Altstadt brach am Dienstagabend gegen 23 Uhr das Feuer aus. Die Feuerwehr verhinderte im letzten Moment ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude in der engen Innenstadt.

Hausbrand in der Iserlohner Innenstadt

Allerdings konnten die etwa 60 Feuerwehrleute dem Brand im Dachgeschoss des Hauses kaum etwas entgegensetzen. Decken zwischen Ober- und Dachgeschoss sind zum Teil eingestürzt. Die unterste Etage, die eine Spielothek enthält, wurde durch große Mengen Löschwasser massiv in Mitleidenschaft gezogen. Auch Teile des Daches sind eingestürzt, die Giebelwände stark lädiert.

Elf betroffene Personen wurden dem Rettungsdienst übergeben und durch Notärzte an der Einsatzstelle gesichtet. Vier von ihnen mussten nach Angaben der Feuerwehr ins Krankenhaus. Eine vierköpfige Familie mit Kleinkind wurde durch Rauchgase leichtverletzt.

Wegen der großen Zahl an Menschen, die es zu versorgen galt, rückten auch Rettungskräfte aus Hemer, Menden und Lüdenscheid sowie der Leitende Notarzt des Märkischen Kreises an. Kreisbrandmeister Michael Kling unterstützte Feuerwehrchef Jörg Döring bei der Leitung des Einsatzes.

Durch eine Baustelle im Bereich der Einsatzstelle war die Aufstellung der beiden Drehleitern mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Zudem behinderte ein abgestellter Pkw, der im Halteverbot parkte, die Löscharbeiten der Feuerwehr. Um die zweite Drehleiter in den Einsatz bringen zu können, mussten an der Vinckestraße mehrere Absperrpoller mit einem Motortrennschleifer entfernt werden.

Wegen der Brandintensität und der Einsturzgefahr konnte das Dachgeschoss nicht näher kontrolliert werden. Hierzu, wie auch zur Brandursache, hat die Polizei die näheren Ermittlungen aufgenommen. Der Einsatz der Feuerwehr, an dem über 80 Einsatzkräfte beteiligt waren, wurde am Mittwoch gegen 8.30 Uhr beendet.

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