Corona-Notbremse ab 200

Auch nächste Woche! Kreis wollte Schulen dicht machen - jetzt macht es das Land

Schülerinnen und Schüler einer fünften Klasse der Johanniter Realschule Heitersheim sitzen während dem Unterricht in ihrem Klassenzimmer. Die Schüler der fünften und sechsten Klassen können in Baden-Württemberg ab heute wieder Präsenzunterricht durchführen.
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Die Rückkehr in die Schule fällt für die Schüler im MK in der kommenden Woche voraussichtlich aus.

Die Schüler im Märkischen Kreis müssen sich auch in der kommenden Woche auf Distanzunterricht einstellen. Grund sind die hohen Inzidenz-Werte im Märkischen Kreis. Mit einem Wert von über 200 fällt der MK unter die Regelungen der bundesweiten Corona-Notbremse. Ab einer Inzidenz von 200 ist Präsenzunterricht verboten.

Bereits vor den Osterferien hatte der Märkische Kreis mittels Allgemeinverfügung die Schülerinnen und Schüler im Märkischen Kreis ins Homeschooling geschickt. Geplant war eine lokale Lösung mit Distanzunterricht auch für die erste Woche nach den Osterferien. Dann übernahm NRW-Schulministerium Yvonne Gebauer die MK-Regelung fürs ganze Land und ordnete Distanzunterricht für ganz NRW an - mit Ausnahme der Abschlussschüler und Abiturienten.

KreisMärkischer Kreis (MK)
Einwohnerca. 410.000 (Stand 2019)
Größte StädteIserlohn, Lüdenscheid, Menden

Für die kommende Woche plant die Ministerin für die Schüler und Lehrer nun die Rückkehr in den Wechselunterricht. Allerdings nur in Städten und Kreisen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz unter 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Dazu gehört der Märkische Kreis seit Anfang der Woche nicht mehr. Am Mittwoch liegt die Inzidenz bei 232,8 und damit so hoch wie zuletzt kurz vor Ostern (31. März). Das Wechselmodell scheidet für den MK damit aus. Die Schüler müssen auch in der nächsten Woche im Distanzunterricht bleiben.

Wie die Deutsche Presseagentur erfahren haben will, nimmt NRW die Regelung der geplanten bundesweiten Corona-Notbremse vorweg. Das heißt: Wo die Schwelle von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird, darf es in NRW keinen Präsenzunterricht mehr geben. Das trifft auf den Märkischen Kreis zu. In der Pressekonferenz am Mittwoch erwähnte Ministerin Gebauer den Märkischen Kreis ausdrücklich als Kreis, in dem die Schulen geschlossen bleiben. Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen sind möglich.

Am Abend meldete sich auch der Märkische Kreis zu Wort. Landrat Marco Voge begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, den Distanzunterricht an Schulen in Kreisen mit einer Inzidenz über 200 in der kommenden Woche fortzusetzen. Ausgenommen von dieser Regelung sollen weiterhin die Abschlussklassen bleiben. Mit der heutigen Bekanntmachung habe die Landesregierung die Entscheidung zu der Forderung des Kreises vorweggenommen.

„Die Rückkehr zum Wechselunterricht wäre in Anbetracht der aktuellen Infektionszahlen in unserem Kreis das falsche Signal. Genau das haben wir dem NRW-Gesundheitsministerium auch mitgeteilt. Deshalb sind wir zufrieden, dass nun Planungssicherheit für die Schulen, die Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Kinder besteht“, sagt Landrat Marco Voge.

Im Märkischen Kreis lag der 7-Tage-Inzidenzwert am Mittwoch bei 232,8 – und damit deutlich über der 200er-Marke. Darum, und aufgrund des weiterhin diffusen Infektionsgeschehens, hatte der Kreis dem NRW-Gesundheitsministerium frühzeitig mitgeteilt, den Distanzunterricht an den Schulen im Kreisgebiet in der Woche vom 19. bis 23. April fortsetzen zu wollen.

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