Nach Kritik von vielen Seiten

Überfüllte Schulbusse im MK: Reisebusse entlasten MVG

Überfüllte Schulbusse der MVG im MK sorgen für Ärger.
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Überfüllte Schulbusse der MVG im MK sorgen für Ärger.

Die Kritik an überfüllten Schulbussen im MK war groß, nun unterstützen Reisebusse die MVG bei der Beförderung. Viele Kommunen haben die Chance genutzt. Sie dürfen auch auf finanzielle Hilfe hoffen.

Märkischer Kreis – Die ersten Reisebusse rollen seit dem 7. Dezember durch den Märkischen Kreis, um Schüler zu befördern und die teils extrem überfüllten Busse der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) zu entlasten, in denen kein Abstand – und somit kein Corona-Schutz –möglich war.

Nachdem es harsche Kritik von allen Seiten – Eltern, Schülern, Lehrern, Fahrgästen und Busunternehmern – gegeben hatte, schaltete sich der Märkische Kreis ein und brachte Kommunen, die als Schulträger für den Schülertransport verantwortlich sind, MVG und private Reisebusunternehmen an einen Tisch. Die Kommunen sollten ihren Bedarf für zusätzliche Fahrten beim Kreis melden. Die Resonanz war groß, und „die Koordination zwischen MVG, Kreis und Schulträgern ist richtig gut gelaufen“, sagt MVG-Aufsichtsratsvorsitzender Karsten Meininghaus.

39 zusätzliche Touren mit 14 Fahrzeugen privater Unternehmen gibt es seit dieser Woche im Märkischen Kreis, wie der Kreis auf Nachfrage mitteilt. In Lüdenscheid werden fünf zusätzliche Busse für 16 zusätzliche Fahrten täglich eingesetzt, in Plettenberg zwei Busse für sechs Fahrten und in Schalksmühle ein Bus, der dienstags und freitags eine zusätzliche Fahrt übernimmt.

In Iserlohn sind es vier Busse für zehn Fahrten, in Hemer zwei Busse für sechs Fahrten. „Zusammen mit den bereits verstärkten MVG-Linien werden nun insgesamt zusätzlich bis zu 26 Busse eingesetzt, die an Schultagen bis zu 52 Fahrten im Schülerverkehr durchführen“, fasst Ulla Erkens, Pressesprecherin des Märkischen Kreises, zusammen.

„Zusätzlich sind ab dem 7. Januar weitere Verstärkungen in Planung“, kündigt sie an. Dann unterstützt ein weiterer Bus mit einer Fahrt den Schülertransport zwischen Neuenrade und Menden, jeweils zwei Busse machen je sechs Fahrten in Altena und Werdohl sowie drei Busse acht Fahrten in Halver.

Den Transport übernehmen die Busunternehmen Bösert aus Altena, der einer der ersten Busunternehmer war, der sich verwundert gezeigt hatte, dass sie den Schülerbusverkehr nicht unterstützen, Manß und Wietis aus Lüdenscheid, Hauser aus Meinerzhagen, Michels aus Neuenrade, Bleiker aus Halver und Fischer aus Iserlohn. In manchen Bussen sitzt der Chef persönlich am Steuer.

Zudem können die Kommunen auf weitere finanzielle Unterstützung hoffen: „Ich gehe davon aus, dass der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags am Donnerstag (10. Dezember) zusätzliche Gelder für den Schulbusverkehr zur Verfügung stellt“, sagt der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick. „Damit kann das Programm bis Ostern verlängert werden.“

Das Land NRW hatte im August 13,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um sämtliche Mehrkosten, die durch den Einsatz privater Busse im Schulbusverkehr entstehen, zu übernehmen. Die Frist, um Mittel aus diesem ersten Fördertopf zu beantragen, endete allerdings am 30. November. Alle Infos und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog. 

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