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Schützenfest im MK: Betrunkene fahren im Auto weg - und rammen fast die Polizei

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Von: Daniel Großert

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Ein Schützenbruder hat Anstecker an seiner Uniform.
Beim Schützenfest in Drüpplingsen haben zwei Betrunkene die Polizei gleich mehrfach beschäftigt. (Symbolfoto) © Rolf Vennenbernd/dpa

Nachdem sie auf dem Schützenfest in Drüpplingsen Hausverbot erhalten hatten, fuhren zwei Betrunkene mit einem Auto davon - und rammten fast die Polizei.

Iserlohn - Zwei betrunkene Männer haben die Polizei rund um das Schützenfest in Drüpplingsen gleich mehrfach beschäftigt. Zunächst erhielten sie Hausverbot, weil sie sich ordentlich daneben benommen hatten. Als sie daraufhin mit einem Auto davonfuhren, rammten sie fast einen Streifenwagen. Einer der Männer landete in der Zelle.

Die Geschichte nahm nach Polizeiangaben am Freitagabend auf dem Festgelände des Schützenfestes in Drüpplingsen ihren Anfang. Dort hatten die Veranstalter zwei „aggressiv auftretende und erheblich alkoholisierte“ Männer rausgeschmissen und ihnen Hausverbot erteilt.

Schützenfest Drüpplingsen: Betrunkene fahren im Auto weg - und rammen fast die Polizei

Gegen 0.30 Uhr hielten die beiden Betrunkenen sich allerdings wieder auf dem Festplatz auf, weshalb die Bürgerschützen die Polizei hinzuzogen. Die alarmierten Beamten schrieben dann Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs gegen beide. Damit schien die Geschichte vorerst beendet.

Doch eine knappe Stunde später gab es ein Wiedersehen zwischen den beiden Männern und der Polizei: Auf der Kalthofer Straße - also nicht allzu weit vom Festgelände des Schützenfestes in Drüpplingsen entfernt - schnitt ein Auto eine Kurve und rammte dabei fast einen entgegenkommenden Streifenwagen. Nur durch eine Vollbremsung konnte der Beamte am Steuer eine Kollision verhindern.

In dem Wagen saßen die beiden jungen Männer, die zuvor auf dem Schützenfest in Drüpplingsen Hausverbot erhalten hatten. Gefahren hatte ihn ein 23-jähriger Mann, der laut Polizei „alle Anzeichen von erheblichem Alkoholgenuss“ zeigte. Zunächst stimmte er einem freiwilligen Alkoholtest zu. Weil er ihn aber mehrfach falsch durchgeführt habe, entschlossen sich die Polizisten, ihm auf der Wache eine entnehmen zu lassen.

Schützenfest Drüpplingsen: Mann beleidigt Polizisten - und landet in der Zelle

Damit war er allerdings nicht einverstanden - „weil er mit dem eigenen Auto fahren wolle“, wie die Polizei berichtet. Weil er sich energisch wehrte, mussten die Beamten den 23-Jährigen überwältigen und ihm Handfesseln anlegen. Auf dem Weg zur Wache habe er die Polizisten aus Übeste beleidigt („Hurensöhne“, „Bastard“, „Wichser“) und bedroht („Ich mach euch fertig“, „Ich ficke euch“).

Auch bei der Blutabnahme durch einen Arzt habe der 23-Jährige „ganz erheblichen Widerstand“ geleistet. Die Polizei behielt ihn zur Verhinderung weiterer Straftaten im Gewahrsam.

Wie sich herausstellte, hätte der junge Mann das Auto übrigens nicht nur wegen seiner Alkoholisierung nicht fahren dürfen. Er hat nämlich auch keinen Führerschein. Ihn erwarten nach Polizeiangaben nun Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs, Gefährdung des Straßenverkehrs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter Einfluss von berauschenden Mitteln.

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