Breitbandausbau in 42 märkischen Gewerbegebieten

Erster Spatenstich: Glasfaser-Ausbau wird vorangetrieben

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In Meinerzhagen baten Vertreter des Kreises, der Telekom, der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen und der Stadt zum symbolischen Spatenstich für den Breitbandausbau in 42 Gewerbegebieten.

Meinerzhagen - Internet, so schnell wie nie: 940 Unternehmen im Märkischen Kreis sollen bis zum Frühjahr 2020 mit bis zu 1000 Mbit/Sekunde versorgt werden.

Der erste Spatenstich zu den Arbeiten erfolgte am Freitag in Meinerzhagen. Doch auch Privathaushalte sollen bald schneller surfen können. Es sei ein „guter Tag für den Märkischen Kreis und Meinerzhagen“, sagten Landrat Thomas Gemke und Meinerzhagens Bürgermeister Jan Nesselrath unisono an der frisch eingerichteten Baustelle an der Weidenstraße, wo der erste von mehreren Verteilerkästen der Telekom eingerichtet wird. 

Er wird künftig seinen Anteil daran haben, dass sämtliche Anschlüsse zwischen Weidenstraße und dem Komplex Geller/CA Vending mit Glasfaserkabeln und entsprechend schnellem Internet versorgt sind. „Was im März 2015 mit einem Grundsatzbeschluss begann, kann nun also starten“, sagte Thomas Gemke, der auf das langwierige Förder- und Ausschreibungsverfahren hinwies. Nun lobte er die Telekom als „leistungsstarken Anbieter“, der den Ausbau in 42 Gewerbegebieten des Kreises innerhalb von anderthalb Jahren abgeschlossen haben will.

Die Kosten des Mammut-Projekts teilen sich die Telekom (rund 2,3 Millionen Euro), das Land Nordrhein-Westfalen (4,3 Millionen) und der Märkische Kreis (1,1 Millionen). Verlegt werden insgesamt 260 Kilometer Glasfaserkabel.

Dass schnelles Internet ein wichtiger Standortfaktor sei, betonte Bürgermeister Jan Nesselrath, der um den Bedarf heimischer Firmen weiß. Doch er forderte auch, die Privathaushalte nicht zu vergessen. „Auch die Wohngebiete müssen erschlossen werden“, sagte Nesselrath, wies dabei aber auf den erst am Donnerstag gefällten Ratsbeschluss hin, der genau dieses Ziel verfolgt. 

Reinhard Rohleder, Regionalmanager der Deutschen Telekom, versprach indes, die Beeinträchtigungen für Anwohner und Firmen im Zuge des Ausbaus so gering wie möglich zu halten. „Wir gehen immer in überschaubaren Bauabschnitten vor“, sagte Rohleder. Nur dort, wo Leerrohrkapazitäten nicht ausreichten, um ein Glasfaserkabel zu legen, sei die Maßnahme sichtbar. 

Der Telekom-Manager betonte, mit dem Breitband-Ausbau einen Quantensprung zu vollziehen, der längst nicht der letzte gewesen sein dürfte. Der Bedarf wachse ständig – vor fünf Jahren seien 16-Mbit-Leitungen Standard gewesen, heute verlange der Markt weitaus mehr. 1000 Mbit seien nicht das Ende. „Schon jetzt haben wir Möglichkeiten für noch größere Bandbreiten in der Schublade.“

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