Erste Bilanz nach "Friederike"

Der Tag nach dem Sturm: Aufräumarbeiten im Schnee

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Es gibt noch viel zu tun im Märkischen Kreis.

Märkischer Kreis - Nach dem Orkan der Winter: Im Kreisgebiet hat der frische Schnee am Freitagmorgen zu Behinderungen im Berufsverkehr geführt. Auch machte er die Aufräumarbeiten am Tag nach Sturmtief „Friederike“ nicht leichter. Zu tun gab es noch einiges.

Einige Straßen waren wegen umgestürzter Bäume noch gesperrt, andere durch den Wintereinbruch glatt. Die Wälder bleiben vorerst unsicher. Eine erste Zwischenbilanz nach "Friederike" zeigt: Der Märkische Kreis ist glimpflich davon gekommen.

Der Tag nach "Friederike": So sieht es in NRW aus

591 Einsätze wegen Sturmschäden verzeichnete Kreisbrandmeister Michael Kling am Donnerstag. Besonders schwer hat es den Norden des Kreises getroffen. Der Höchstwert für Lüdenscheid lag laut Deutschem Wetterdienst bei 110 km/h, gemessen gegen 11 Uhr.

Seriöse Schätzungen zur Höhe des gesamten Sachschadens gibt es noch nicht. Die Ereignisse des Sturmtages können Sie hier nachlesen.

„Insgesamt war es nicht ganz so heftig wie bei Kyrill“, sagt Kling mit Blick zurück auf das Orkantief, das im Januar 2007 eine Schneise der Verwüstung durch das Sauerland zog. „Uns hat diesmal in die Karten gespielt, dass der Sturm tagsüber war. Das hat die Einsätze wesentlich sicherer und einfacher gemacht“.

Sturmtief "Friederike" trifft den Märkischen Kreis mit voller Wucht I

Sturmtief "Friederike" trifft den Märkischen Kreis mit voller Wucht II

Menschen kamen im Märkischen Kreis nicht zu Schaden. Nur eine leicht verletzte Person gab es - von Schlimmerem blieb der Kreis verschont. „Wir hatten Glück im Unglück“, sagt Kling. „Alle Kollegen sind wohlbehalten von den Einsätzen zurückgekehrt. Es gab bei uns keine Tragödien. Das ist das Wichtigste.“ In Sundern und Bad Salzungen starben Feuerwehrleute.

Die Einsatzkräfte haben weiterhin viel Arbeit vor sich, um umgestürzte Bäume wegzuräumen. „Wir werden gemeinsam und in Absprache mit der Deutschen Bahn und Straßen.NRW die offenen Einsätze nach und nach abarbeiten“, sagt Kling. Es ist noch einiges liegen geblieben - Bäume wie Arbeit. Kling: "Der Schnell macht es uns natürlich nicht leichter."

Einschränkungen im Straßen- und Schienenverkehr

Folgen hatte "Friederike" auch am Tag danach noch für den Verkehr auf Straße und Schiene. Einige Straßen, vor allem im Nordkreis waren zum Teil noch am späten Nachmittag wegen Sturmschäden gesperrt.

Winterlich: der Lüdenscheider Staberg.

Auch im Busverkehr gab es wegen des Winters und wegen gesperrter Straßen Einschränkungen. Für eine Übersicht klicken Sie hier.

Es kam zudem zu erheblichen Einschränkungen im Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen. Auf der RB25 von Lüdenscheid über Meinerzhagen bis Köln war das Teilstück zwischen Ründeroth und Köln-Hansaring gesperrt. Seit dem Nachmittag ist die Strecke wieder frei. Das gilt auch für die Linie RB52 von Lüdenscheid nach Dortmund.

Für aktuelle Informationen der DB Regio klicken Sie hier

Hier geht es zur Reiseauskunft der Bahn

Bechränkungen gibt es für die Wälder. Bernd Josef Schmitt, Leiter des Fortsamtes Märkisches Sauerland, hat am Freitag seine dringende Empfehlung erneuert, Wälder in der kommenden Woche zu meiden. Instabile Bäume könnten schon bei geringen Windböen umkippen. „Das ist lebensgefährlich“, so Schmitt.

Anders als Kyrill, der das Forstgebiet Märkisches Sauerland voll getroffen hatte, hat Friederike es nur gestreift. Zur Stunde sind überall im Kreis Forstmitarbeiter unterwegs, um sich einen Überblick zu verschaffen. Insgesamt, so Schmitt, sei die „große Katastrophe“ aber ausgeblieben.

Alles zum Thema "Friederike" finden Sie hier

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