Sanierung der Förderschule wird günstiger

HEMER ▪ Die bauliche Sanierung der Regenbogenschule in Hemer, eine Förderschule des Märkischen Kreises mit dem Förderschwerpunkt Sprache, ist abgeschlossen. Das teilt der Kreis mit. Und es wird günstiger für den Haushalt: Um rund 150 000 Euro wird die Sanierung preiswerter.

Aber jetzt beginnt erst einmal die ausgedehnte Lüftungsphase, weil noch in zwei Räumen leicht erhöhte Naphthalin-Werte gemessen wurden – und zwar von 3,7 Mikrogramm pro Kubikmeter sowie 3,3 Mikrogramm pro Kubikmeter. Weil der durch die Baumaßnahmen Sanierung angestrebte Wert von zwei Mikrogramm in diesen beiden Räumen noch nicht erreicht ist, wird die Lüftungsphase verlängert, so Eckehard Beck, Fachbereichsleiter Schule und Jugend beim Märkischen Kreis. Dies bedeutet, dass die Regenbogenschule nicht, wie ursprünglich geplant, in den Osterferien von ihrem Ausweichquartier in Iserlohn zurück in das Gebäude nach Hemer ziehen kann. Darüber informierte der Märkische Kreis jetzt die Mitglieder der Schulkonferenz. Wegen zu hoher Schadstoffbelastungen hatte der Kreis die Schule im Juni vergangenen Jahres geschlossen. 135 Kinder waren davon betroffen.

„Die Quellen für die Schadstoffbelastungen wurden komplett beseitigt. Jetzt geht es nur noch darum, die Raumluft durch Lüftung zu entlasten. Anreichern können sich die Schadstoffe nun nicht mehr“, erklärte Michael Brosch, Gebäudemanager beim Märkischen Kreis. Als Grund für die erhöhten Naphthalin- und Phenol-Werte waren seinerzeit das im Fußbodenaufbau des ehemaligen Kasernengebäudes verwendete, teerhaltige Dichtungsmaterialien ausgemacht worden. Die naphthalinhaltigen Baustoffe waren offenbar bereits Ende der 1930er Jahre vom ehemaligen Eigentümer verwendet worden. Der Kreis hatte die Schule daraufhin aus Vorsorgegründen unverzüglich geschlossen.

Für die Sanierung des Gebäudes der Regenbogenschule war ein Gesamtkostenrahmen von 952 000 Euro kalkuliert. Durch die Veränderungen im Bereich der Sanierung des Dachgeschosses und günstige Ausschreibungsergebnisse wird nunmehr ein Gesamtaufwand von 800 00 Euro angestrebt. Der Sanierungsaufwand wird daher voraussichtlich etwa 150 000 Euro günstiger ausfallen, als ursprünglich errechnet.

„Wir werden jetzt weiter die Schadstoffbelastung messen. Es bleibt dabei, dass wir die Schüler und Lehrer erst wieder in die Räume lassen, wenn die Ziel-Grenzwerte überall erreicht sind – auch wenn das noch einige Wochen dauern kann“, unterstrich Beck. Der Märkische Kreis war erst im April 2009 mit seiner Regenbogenschule in das Gebäude in Hemer, angrenzend ans Gartenschaugelände, eingezogen.

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