Konflikt hat sich zugespitzt

Rektor und Kanzler verlassen die Iserlohner Bits

Rektor Prof. Dr. Volker Busch verlässt die Bits

Iserlohn - Dramatisch zugespitzt hat sich am Montag ein offenbar seit Wochen schwelender Konflikt an der Spitze der privaten Iserlohner Hochschule Bits. Rektor Prof. Volker Busch wird laut Pressemitteilung sein Amt am Mittwoch abgeben. Doch nicht nur das: Kanzler Dr. Lothar Hirschbiegel hat die Uni bereits am Montag verlassen.

Er gab mit sofortiger Wirkung seinen Posten als Kanzler sowie als IT-Direktor Laureate Germany ab. Dr. Lothar Hirschbiegel war seit 2013 für die Bits (Business and Information Technology School GmbH) tätig und leitete gemeinsam mit Prof. Dr. Volker Busch die Bits auf der administrativen Seite.

„Nach so langer Zeit an der Hochschule“, wird Volker Busch in der Pressemitteilung zitiert, sei es „nun Zeit für neue Herausforderungen.“ Das Internet-Portal „Der Westen“ hatte am Wochenende berichtet, dass sich die grundsätzliche Situation in Iserlohn deutlich geändert habe, seitdem mit Berlin und Hamburg zwei weitere Deutschland-Standorte in das Bits-Portfolio aufgenommen worden waren.

Mehrfach sei in der Vergangenheit zu hören gewesen, dass inzwischen immer mehr Kompetenzen vom Seilersee an die Spree und die Elbe gegangen waren.

„Busch musste zum Schluss doch für jeden Euro 20 Unterschriften im Konzern einholen, selbstständig entscheiden durfte er nichts mehr“, zitiert „Der Westen“ einen Insider.

Das höchste Gremium der Hochschule, der Senat, wird nun das Verfahren anstoßen, einen neuen Rektor zu bestimmen. In der Zwischenzeit werden die Aufgaben von den beiden Pro-Rektoren, Prof. Dr. Stefan Stein und Prof. Dr. Ralf Lanwehr, übernommen.

Die Position des Kanzlers und des IT-Direktors werde zunächst von Carlos Bertrán vertreten und in kurzer Zeit neu besetzt, heißt es.

Die private Iserlohner Hochschule Bits war im Jahr 2008 von der amerikanischen Laureate Education Inc. über ihre deutsche Tochter Laureate Germany Holding GmbH gekauft worden. - eB

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