Rekord bei der Ausbildung

MÄRKISCHER KREIS – Einen Ausbildungsrekord für 2011 meldet die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK). In den Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung haben bis Ende Dezember knapp 4000 junge Frauen und Männer mit ihrer Berufsausbildung begonnen. Das sind rund zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wurden alle Erwartungen vom Jahresanfang deutlich übertroffen. Eine ähnlich große Zahl an neuen Auszubildenden hatte es zuletzt vor mehr als 20 Jahren Ende der achtziger Jahre gegeben.

„Zu diesem hervorragenden Ergebnis haben sicherlich die gute Konjunktur und die positiven Geschäftserwartungen der Unternehmen beigetragen“, erklärt SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. h.c. Hans-Peter Rapp-Frick. „Viele Unternehmen haben in diesem Jahr auch zusätzliche Plätze zur Verfügung gestellt, weil sie damit rechnen müssen, dass in den nächsten Jahren deutlich weniger junge Menschen die Schulen verlassen werden und deshalb der Wettbewerb um die besten Köpfe zunehmen wird.“ Wer sich heute nicht um seinen Fachkräftenachwuchs kümmere, der werde in den kommenden Jahren kaum noch ausreichend Bewerber für die angebotenen Ausbildungsplätze finden.

Besonders augenfällig sei das starke Anwachsen der Zahl der neuen Auszubildenden in den technischen Berufen, die um knapp 20 Prozent gestiegen ist. Das zeige den hohen Fachkräftebedarf der Industrie. „Erfreulicherweise ist auch das Interesse der jungen Leute an diesen Berufen stärker geworden. Junge Frauen zeigen den technischen Berufen aber trotz aller Werbemaßnahmen wie zum Beispiel dem ,Girls Day’ immer noch die kalte Schulter. Nur knapp sechs Prozent aller Auszubildenden in diesen Berufen sind weiblich.“

In vielen Unternehmen läuft bereits die Bewerberauswahl für den Ausbildungsstart im neuen Jahr auf Hochtouren. Wer im nächsten Sommer die Schule verlässt, der sollte deshalb jetzt nicht länger warten, sondern sich bei den Unternehmen bewerben. Noch gibt es ein breitgefächertes Angebot, aber Eile ist geboten.“

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