Impulsveranstaltung in Elspe

Südwestfalens Kommunen rauchen Friedenspfeife

Etwa 2500 Besucher aus den 59 Städten und Gemeinden Südwestfalens kamen in die Westernstadt Elspe, um Gemeinschaft zu demonstrieren. Das gelang beim Formen des Regionale-Logos nur bedingt.

LENNESTADT - Lange haben die Kommunen Südwestfalens auf dieses Jahr hingearbeitet: Die Regionale 2013 bietet schließlich einen ungewohnten Zugriff auf Fördertöpfe – und sorgte für ebenso ungewöhnliche Kooperationen. Das wurde auch im Rahmen der so genannten Impulsveranstaltung am Freitag in Elspe deutlich.

Dort, wo sich sonst Cowboys und Indianer bekämpfen, rauchten die fünf beteiligten Kreise symbolisch die Friedenspfeife, um fortan für ein „besseres Südwestfalen gemeinsam auf Jagd zu gehen“, wie es unter anderem hieß.

Es war nicht nur der Präsident der Industrie- und Handelskammer Arnsberg, Ralf Kersting, der das Bild der Westernstadt Elspe in seiner Rede an diesem Tag bemühte. Wenngleich er besonders deutlich das aussprach, was sich viele der anwesenden Delegationen aus den insgesamt 59 Städten und Gemeinden erhoffen: ein Ende des Kirchturmdenkes. „Wir werden unsere Kirchtürme weiterhin lieben, aber ihnen nicht mehr erlauben, unser Denken und Handeln eindimensional zu gestalten“, so Kersting, der damit das aufgriff, was Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zuvor in ihrer Rede hervorgebhoben hatte.

Weitere Bilder aus Elspe:

Regionale-Impulsveranstaltung in Elspe

Regionale-Impulsveranstaltung in Elspe
Regionale-Impulsveranstaltung in Elspe
Regionale-Impulsveranstaltung in Elspe
Regionale-Impulsveranstaltung in Elspe
Regionale-Impulsveranstaltung in Elspe

„Sie haben zahlreiche Kooperationen auf den Weg gebracht, die die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Region maßgeblich verbessern“, sagte Kraft auf der Festivalbühne in Elspe. Besonders erwähnte sie den geplanten Burgaufzug in Altena, den sie sich auf jeden Fall nach Fertigstellung anschauen will, aber auch das interkommunale Projekt „Oben an der Volme“, mit dem Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle in unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten wollen. Dabei hätten die Akteure neue Marken kreiert, auf die sie stolz sein dürften. Kraft warb dafür, das Erreichte nun auch nach außen zu tragen: „Man muss den Pelz nicht nur nach innen tragen“, zitierte die Ministerpräsidentin ein Sprichwort. „Zeigen Sie, was Sie geleistet haben!“

Unter großem Applaus verließ Hannelore Kraft schließlich die Bühne – jedoch nicht, ohne die Südwestfalen-Fackel als Symbol für die Zusammgenhörigkeit der Region feierlich zu entzünden. Dann eilte die „Landesmutter“ auch schon zum nächsten Termin, denn ihr Auftritt in Elspe hatte sich bereits verzögert: Demonstranten des Deutschen Beamten-Bundes hatten die Impulsveranstaltung als Forum genutzt, um die Anpassung der Beamtengehälter zu fordern. Eine Bitte, die sich Kraft in Gesprächen mit den Demonstranten zwar anhörte. Mit Verweis auf die Finanzsituation des Landes hält sie eine bessere Entlohnung der Beamten derzeit jedoch nicht für möglich. - Frank Zacharias

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