Projekt „Schulwandern“: Kinder sollen in die Natur

Aloys Steppuhn (vorne links) und Bernd Josef Schmitt unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung. Benno Wolfgang Ecker, Axel Dohmen, Thomas Kasperski und Richard Nikodem arbeiten mit.

MÄRKISCHER KREIS ▪ Wissen über Natur und Heimat ist bei Kindern und Jugendlichen längst nicht mehr so selbstverständlich wie in früheren Generationen. Das Regionalforstamt Märkisches Sauerland des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, die Waldschule Märkischer Kreis und der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) setzen sich seit einigen Jahren dafür ein, junge Menschen für die Natur zu sensibilisieren. Jetzt haben der SGV und der Landesbetrieb Wald und Holz NRW ihre mehrjährige Partnerschaft offiziell besiegelt.

„Es geht darum, die Kinder wieder spielerisch für die Natur zu begeistern – jenseits von Spielekonsole und Computer“, so SGV-Präsident Aloys Steppuhn. Forstdirektor Bernd Josef Schmitt, Leiter des Regionalforstamtes, betont: „Es ist unser gemeinsames Ziel, Schulwanderungen möglichst flächendeckend im gesamten Märkischen Kreis zu etablieren. Diese Kooperationsvereinbarung ist ein weiterer, wichtiger Schritt dazu“. Um die Partnerschaft zusätzlich zu untermauern, wurde seitens des SGV kurzerhand der Beitritt zum Förderverein der Waldschule MK erklärt.

Zum Projekt „Schulwandern – Starkmachen für mehr Bewegung und nachhaltige Naturerlebnisse“, für das sich auch der Deutsche Wanderverband in Kooperation mit der Deutschen Wanderjugend einsetzt, heißt es auf der Internetseite www. schulwandern.de: „Sich auspowern, wild sein, den Kopf frei bekommen, anstatt die Schulbank zu drücken, zusammen in Schwung kommen. Und ganz nebenbei etwas Gutes für die eigene Gesundheit tun. Schulwanderungen machen nicht nur fit, sondern fördern auch die Fein- und Grobmotorik und stärken das allgemeine Wohlbefinden. Sie schaffen einen Ausgleich zum Lernalltag, sind eine wirksame Möglichkeit, Stress abzubauen und schärfen die Konzentration.“

„Schulwandertage finden in ganz NRW im Rahmen des Schulwandererlasses statt. Meist bedeuten sie aber die Busfahrt in einen Freizeitpark oder ähnliches; der Ursprung des Wanderns bleibt dabei meist unberücksichtigt“, sagt Benno Wolfgang Ecker, Hauptgeschäftsführer des SGV. „Mit dem Schulwanderprojekt wollen wir das Wandern und damit die Auseinandersetzung mit dem natürlichen Umfeld der Schüler und der Natur nachhaltig und aktiv fördern.“ Schulwanderungen richten sich schwerpunktmäßig an die Klassen eins bis vier, sowie an die fünfte und sechste Klasse der weiterführenden Schulen. Auf Wanderstrecken mit einer Länge zwischen vier und sechs Kilometern werden, in Anlehnung an den Lehrplan, individuelle Themen wie zum Beispiel Gewässer- oder Bodenuntersuchungen behandelt und schülergerecht vermittelt.

Axel Dohmen, Mitarbeiter des Regionalforstamtes und Leiter der Waldschule MK, sowie die Abteilungen des SGV haben bereits 2011 viele Schulwanderaktionen gemeinsam veranstaltet. Und die Nachfrage wächst weiter. Während Thomas Kasperski als SGV-Schulwanderbeauftragter und die SGV-Abteilungen die Planung der Wanderung, die Festlegung der Strecken und die Koordination mit den Schulen übernehmen, will der zertifizierte Waldpädagoge Axel Dohmen während der Wanderungen die Kinder und Jugendlichen für die Natur begeistern und ihnen das Wissen zum Thema Wald in altersgerechter Form näher bringen.

Weitere Infos und Kontaktdaten gibt es unter http://www.sgv.de oder http://www.waldschule-mk.de.

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