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Postsendung aus Malaysia: 70-Jähriger löst große Aufregung in Hemer aus

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Von: Lars Becker

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© Lars Becker

Hemer - Nicht schon wieder... So oder ähnlich dürften die Gedankengänge am Dienstag bei zahlreichen Polizisten und Feuerwehrleuten gewesen sein, als auf der Polizeiwache in Hemer wie schon am 24. November 2017 ein ominöser Brief aus dem Ausland abgegeben worden war. Ein 70-jähriger Hemeraner hatte die Postsendung zur Wache gebracht, erneut wurde die bei solchen Vorfällen übliche Alarmkette in Gang gesetzt. Schnell aber war klar: Die Aufregung war völlig unnötig.

Der Brief im November hatte aus dem Sultanat Brunei gestammt, der etwas dickere am Dienstag kam aus Malaysia. Kein Absender, auffällige Verklebungen - der Mann, der auf der Wache in der Elsa-Brandström-Straße aufgetaucht war, konnte sich darauf keinen Reim machen. Bestellt hatte er im Internet angeblich nichts...

Hatte er doch - und zwar Visitenkarten. Die waren offenbar ohne das Wissen des Rentners in Malaysia auf die Reise nach Deutschland geschickt worden.

Eine E-Mail, die den Versand nach Hemer bestätigte, weckte beim 70-Jährigen die zuvor erloschene oder verdrängte Erinnerung an den getätigten Online-Einkauf. Prompt meldete er sich telefonisch bei den Hemeraner Beamten, die zu diesem Zeitpunkt bereits Feuerwehr, Kripo und Staatsschutz informiert hatten.

Die Hemeraner Feuerwehr nahm sich des Briefes an, verschweißte ihn luftdicht und lagerte ihn separat in einem Zimmer.

Ende vom Lied: Der 70-Jährige konnte seinen Visitenkarten doch noch in Empfang nehmen - nach drei Stunden legte sich die Aufregung wieder.

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