Akute Betrugswelle im MK

Polizei MK ruft Bürger auf: „Nehmen Sie Kontakt mit älteren Menschen auf - um sie zu warnen“

Polizei Blaulicht
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Die Polizei ruft Bürger auf, sich an ältere Menschen zu wenden, um sie zu warnen.

Eine Flut von Schock-Anrufen erreichte die Menschen im Märkischen Kreis am Donnerstag. Die Polizei stellte zahlreiche Streifenwagen-Besatzungen ab, um die Anzeigen aufzunehmen. Mit einem ungewöhnlichen Appell will die Polizei MK Schlimmeres verhindern. Sie ruft die Bevölkerung auf, ältere Menschen anzurufen, um sie vor der Betrugsmasche zu warnen. Je eher desto besser.

Märkischer Kreis – Die Polizei muss aktuell vor Straftätern warnen, die ältere Menschen betrügen und bestehlen. Ganz massiv rollte am Donnerstag eine Welle von Schockanrufen durch den gesamten Märkischen Kreis, wie die Polizei mitteilte. Aus fast allen Orten – darunter auch in mehreren Fällen Lüdenscheid – meldeten sich Senioren, bei denen sich angeblich Sohn, Tochter, Enkelin oder Nichte gemeldet haben. Oft unter vermeintlichen Tränen erzählen die Betrüger ihre Lügengeschichte.

Der Polizei sind folgende Schockgeschichten gemeldet worden. Die vermeintlichen Verwandten seien an akut lebensgefährlich an Corona erkrankt und bräuchten sofort mehrere zehntausend Euro für Medikamente. Vor einer Woche hatten die Betrüger mit dieser Masche erhebliche Beträge abkassiert. In anderen Fällen waren Opfer bereits unterwegs mit hohen Geldsummen.

Die Anrufer setzen ihre Opfer massiv unter Druck und bringen sie völlig durcheinander. Die Polizei rät: Verwandte, Freunde und Nachbarn sollten umgehend mit älteren Menschen Kontakt aufnehmen und sie warnen. Mehrere Streifenwagen waren am Donnerstag mit der Aufnahme der Anzeigen beschäftigt.

Eine andere Masche: In Iserlohn haben sich am Donnerstag zwei Männer mit Lügengeschichten Zugang zu Wohnungen älterer Mitbürger verschafft und sie bestohlen. Zudem rollt derzeit wieder einmal eine Welle von Schockanrufen durch den Märkischen Kreis. In beiden Fällen im Fokus: Senioren.

Wie die Polizei mitteilte, sind in Iserlohn Männer unterwegs, die sich unter einem Vorwand Zugang zu Wohnungen älterer Menschen verschaffen. Um 14.46 Uhr meldete sich eine 90-jährige Frau. Zwei Männer hatten bei ihr geklingelt und baten darum, auf die Toilette gehen zu dürfen. Als die Unbekannten wieder weg waren, stellte die Frau fest, dass ihr Geld und Schmuck fehlten. Sechs Minuten später der nächste Fall: Ein etwa 25- bis 30-jähriger Mann – vermutlich Deutscher – gab vor, vom medizinischen Dienst zu sein. Eine Seniorin an der Memelstraße ließ ihn herein. Als sie ins Bad musste, waren der Mann und ihre Geldbörse weg. Die Polizei warnt: Keine Fremden in die Wohnung lassen.

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