Als fünftletzte der insgesamt 47 Polizeibehörden in NRW

Bei Facebook und Twitter: MK-Polizei will "auf Augenhöhe kommunizieren"

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[Update 9.56 Uhr] Iserlohn - Die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis ist seit Dienstagmorgen endlich bei Facebook und Twitter präsent. Als fünftletzte der insgesamt 47 Polizeibehörden in NRW informiert die Pressestelle in den sozialen Netzwerken über aktuelle Einsätze und polizeiliche Themen. "Wir orientieren uns dabei bewusst an der Zielgruppe, wählen die persönliche Ansprache mit dem 'Euch' statt 'Sie'. Wir wollen dort auf Augenhöhe mit den Menschen kommunizieren", betont Marcel Dilling stellvertretend für seine Kollegen.

Die Einstiegspostings auf Facebook und Twitter jeweils samt Foto der vier Pressesprecher sind schon das perfekte Beispiel für den etwas andere Umgangston: 

Nur 14 Jahre nach dem Start von Facebook bzw. 12 Jahre nach dem Start von Twitter habe man es geschafft, heißt es da - gefolgt vom Zwinker-Smiley und den Hashtags "FastSchonSchnellFürEineBehörde" und "BesserSpätAlsNie".

Und was für die Follower auf den neuen Kanälen inhaltlich erwarten? "Infotainment! Wir werden auf Facebook und Twitter ganz  bestimmt nicht unser ots-Presseportal kopieren, sondern schon alles vernünftig aufbereiten. Jede Pressemitteilung hat immer einen sachlich-nüchternen Stil. Da haben die sozialen Medien schon andere Ansprüche. Wir haben das lange vorbereitet und möchten das vernünftig machen", so Marcel Dilling.

Vier Mitarbeiter in der Pressestelle

E-Mail und Telefon als Kommunikationswege zur Polizei seien zwar etabliert. Aber Facebook und Twitter habe man einfach nicht mehr ignorieren können und wollen. Dilling: "Wir wollen möglichst viele Leute erreichen und verfolgen langfristig das Ziel, dass die Leute sich bei uns informieren. Die Medien sind dabei natürlich ganz wichtige Multiplikatoren", so Dilling.

Seit dem 1. Oktober ist die Pressestelle der Polizei mit vier Mitarbeitern besetzt, die die Einsatzlage von Menden bis Meinerzhagen, von Hemer bis Herscheid, von Neuenrade bis Nachrodt-Wiblingwerde, von Lüdenscheid bis Balve aufarbeiten. Erstmals wurde dabei mit Christof Hüls ein gelernter Zeitungs-Journalist eingestellt, der mit seiner Sicht von außen wertvoller Bestandteil des Teams sein soll.

Hier geht es zur Facebook-Seite der Polizei

Hier geht es zum Twitter-Account der Polizei

Das sind die vier Pressesprecher der Polizei

  • Dietmar Boronowski, Polizeihauptkommissar (Leiter)
  • Marcel Dilling, Polizeioberkommissar
  • Jürgen Pretzlaff, Polizeihauptkommissar
  • Christof Hüls, gelernter Journalist
Christof Hüls, Jürgen Pretzlaff (hinten von links), Marcel Dilling und Dietmar Boronowski (vorne von links) bilden das Team der Polizei Pressestelle. Zur Vollansicht des Fotos klicken Sie oben rechts

Wären Facebook- und Twitter-Account schon am Montagabend "live" gewesen, dann beispielsweise hätte die Polizei dort auch den Großeinsatz in Altena begleitet.

"Wir sind als Pressesprecher ja permanent auf Abruf und orientieren uns an den Gegebenheiten. Ad-hoc-Infos wie beispielsweise Straßensperrungen wegen Unfällen werden wir sicher eher twittern als bei Facebook spielen", erklärt Marcel Dilling.

Dabei hat sich die Pressestelle grundsätzlich zwar an ein Grundgerüst zu halten, das vom NRW-Innenministerium vorgegeben ist. "In der konkreten Ausgestaltung sind wir aber wiederum sehr frei", sagt Marcel Dilling.

Gespannt verfolgen die Kommunikationsprofis der Polizei jetzt, wie schnell ihre Accounts bei Facebook und Twitter an Abonnenten wachsen.  

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